Leben mit Büchern #2

The Parthenon of Books von Marta Minujín war eine beeindruckende Installation auf der diesjährigen documenta in Kassel, die vor ein paar Tagen zu Ende ging.

Mitten auf dem Friedrichsplatz hat die argentinische Künstlerin Bücher in Szene bzw. in antike Form des griechischen Tempels auf der Akropolis  gesetzt.  Für die Ausschmückung der Gerüstkonstruktion verwendete sie gespendete Bücher, die einst verboten waren oder es in einigen Ländern noch immer sind.  Das begehbare Werk gegen Zensur war beeindruckende 70 Meter lang, 30 Meter breit und 20 Meter hoch.

Schade, dass uns bei unserem Besuch der Wettergott nicht hold und der Tag verregnet und grau war. So sind die Fotos auf die etwas andere Art stimmungsvoll. 😉

Etwas irritiert war ich über den Plastikwahnsinn, denn die Bücher waren jeweils einzeln eingeschweißt und nochmals an den Säulen in Folie gewickelt. Ging wohl aber nicht anders zu lösen, wenn man nicht in einer riesigen Freilufthalle ausstellen kann (oder will) und wenn die Bücher nach Ende der Aktion verschenkt werden sollen. Ich las, dass man die lebensmittelechte Kunststofffolie anschließend fachgerecht recyceln wird.

Übrigens hat mich der Besuch daran erinnert, endlich mal Alexander  Solschenizyn zu lesen.

Bei Pat läuft ein vierzehntägig stattfindendes Projekt, das „Leben mit Büchern“ heißt. Ich beteilige mich, wenn mir passend erscheinende Motive vor die Linse kommen.

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geherzter Apfel

„Wie kommt denn bloß das Herz auf den Apfel?“ fragt man sich angesichts dieser ungewöhnlichen Verzierung.  Vor Ort fand ich keine Aufklärung. Zum Glück gibt es ja das Internet. Und so kann ich verraten, dass man dafür entweder spezielle Aufkleber während der Reifezeit auf den Früchten anbringt, die eine Art Bikini-Effekt erzeugen oder aber man arbeitet mit Lasern, die die verschiedenen Motive auf der Schale hinterlassen.

Coole Idee jedenfalls.

In der Blumenhalle der IGA 2017 für Frau Waldspecht entdeckt.

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die bunten Mauern der Azoren (2)

gefunden im April/Mai 2017 in Ponta Delgada

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die bunten Mauern der Azoren (1)

Streetart, gefunden im April/Mai 2017 in Ponta Delgada

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Leben mit Büchern #1

Pat startet heute morgen mit der Wiederbelebung eines vierzehntägig stattfindenden Projektes, das „Leben mit Büchern“ heißt. Ich werde mich ab und an daran beteiligen, wenn mir passend erscheinende Motive vor die Linse kommen.

Das Bild für heute habe ich auf der diesjährigen IGA in einer Ikebana-Ausstellung aufgenommen.

Die wunderschöne Blumensteckkunst wurde durch einen Spruch von Franz Kafka ergänzt.

„Ein Buch muß die Axt sein für das gefrorene Meer in uns.“

Dieses Blumen-Buch-Arrangement wurde von Claudia Schlegel (Seddin) gezaubert.

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Herzhäusl

gemeinsam mit Frau Waldspecht am letzten Wochenende im Wasserwerksmuseum entdeckt

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wenn der Kanaldeckel zurück fotografiert

Ich bin bekennende Kanaldeckelentdeckerin. Ständig fotografiere ich sie. Ab und an sehe ich Gesichter, die anderen nicht oder nur auf den zweiten Blick auffallen. Und ich mag Rost.

Heute jedoch habe ich beim Schlendern auf der IGA etwas entdeckt, das ich ein bisschen  gespenstisch finde. 😉

Herrn Ackerbau hingegen wird es freuen, denn er entdeckt auf den Straßen ständig diverse Merkwürdigkeiten.

Seht ihr ihn auch, den piktogrammähnlichen Fotoapparat (mit Blitzlicht) auf dem Kanaldeckel?

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I see faces

Detail einer Holztür in Ponta Delgada (Azoren)

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Rost-Parade (41)

Im Hamburger Stadtteil St. Georg befindet sich in der Nähe der Hl. Dreieinigkeitskirche die Skulptur „Schiffsbleche“ des Bildhauers Horst Hellinger (1946-1999). Das Werk war, so kann man im Internet lesen, in der Öffentlichkeit lange Zeit umstritten.

Der Künstler wollte mit den aufgestellten rostigen Blechen auf das Werftensterben im Hamburger Hafen aufmerksam machen.

Heute scheint man die still vor sich hinleidenden hinrostenden Bleche gerne zu bekleben oder zu besprühen. Nur diese (ekligen) Kaugummi-auf-alles-Kleber haben die Skulptur noch nicht für sich entdeckt. Aber ich will da jetzt keine neues Bubblegum-Kultobjekt heraufbeschwören 😉

xxx

Rostparade_Logo

Rost hat Charme. Ich finde, (d)er muss sich nicht verstecken.

Daher werfe ich immer mal ein Kameraauge auf Korrosionsprodukte, eiserne oder stählerne Dinge zeigend, an denen der Zahn der Zeit nagt. Wer mag, darf sich gerne jederzeit anschließen und auch das kleine Logo zur Rost-Parade mitnehmen. Durchforscht Eure Festplatten, lasst die Knipsen glühen und die rostigen Motive an die frische Luft, auf dass sie weiter korrodieren mögen.

Für die zwanglose Reihe habe ich mir den letzten Tag des Monats ausgesucht. Bitte verlinkt unten Eure Beiträge als Kommentar, damit ich sie in den internetten Weiten wieder finde und sich auch andere Rostgucker daran erfreuen können.

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Sonne-Mond

Die Kleinplastik „Sonne-Mond“ aus dem Jahre 1975 steht in Dresden und stammt aus den Händen von Vinzenz Wanitschke (1932-2012).

 

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