bestürzt

Die Frage war meiner Ansicht nach nicht, ob es eine Terrorattacke in Berlin geben wird, sondern nur wann und mit welchen Auswirkungen dies geschieht.

Sehr lange wollte ich gestern Abend gerne daran glauben, dass es sich nur um einen äußerst tragischen Verkehrsunfall und eine unglückliche Verkettung von Umständen handelt. Leider wurde ich eines Schlechteren belehrt.

Auf dem Weihnachtsmarkt rund um die Gedächtniskirche gab es gegen 20 Uhr einen heimtückischen Anschlag. Der LKW einer polnischen Spedition wurde offenbar absichtlich in die friedlich feiernde Menschenmenge geleitet. Bisher ist bekannt, dass zwölf Menschen getötet und 49 weitere Besucher zum Teil schwer verletzt wurden.

gedaechtniskirche

Uns Tonaris ist nichts geschehen.

Kann ich das so schreiben? Natürlich macht das Ereignis etwas mit und in mir.

Wir sind nicht betroffen.

Kann ich das so stehen lassen? Natürlich bin ich indirekt betroffen. Vermutlich ist das jede(r) von uns, der/die mit Empathie durchs Leben geht.

Meine Gedanken sind bei den Angehörigen und Freunden der Opfer. Ihnen allen gilt mein Mitgefühl.

(Ich danke Euch für die zahlreichen Anfragen per WhatsAPP, FB oder auf anderen Wegen.)

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33 Antworten zu bestürzt

  1. Bellana schreibt:

    Ich bin unendlich traurig, dass es nun doch noch einen Anschlag in der Vorweihnachtszeit gegeben hat. Wir werden aber trotzdem auch weiterhin Weihnachtsmärkte besuchen.
    Grüßle Bellana

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    • Frau Tonari schreibt:

      Ich habe seit 9/11 ein extremes Problem mit großen Menschenansammlungen und meide diese. Dazu gehören seit einiger Zeit auch Weihnachtsmärkte. Ich kann sie einfach nicht mehr unbefangen besuchen.
      Und auch, wenn immer propagiert wird, dass wir uns nicht beeindrucken lassen (sollen): Ich kann die gegebene Gefährdungslage nicht ausblenden.

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      • Anna-Lena schreibt:

        Ich verstehe dich nur zu gut, ich kann so große Menschenmassen auch nicht mehr ab. Freitag nach der Sauna wollten wir alle dort noch einen Glühwein trinken, da hätte ich mich nicht ausgeschlossen. Aber das hat sich aus Pietätsgründen nun erledigt.

        Und ganz ehrlich, so leid mir das tut und auch schockiert, ich bin auch froh, dass wir zuhause waren und unsere Freunde auch.

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  2. Angelnette schreibt:

    seufz

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  3. Anette schreibt:

    Mich macht das betroffen, auch wenn ich direkt nicht betroffen bin …
    Deinen ersten Satz habe ich so ähnlich eben im TV gehört – und er hat mir Angst gemacht.
    Angst lähmt, Angst schränkt ein.
    Das möchte ich nicht.
    Wir waren auf einigen kleineren Weihnachtsmärkten, ich habe mich nicht wirklich wohl gefühlt. Aber es kann überall passieren und jeden treffen.
    Ich kann das auch nicht ausblenden.
    Meine Gedanken sind in Berlin, bei den Opfern, bei den Angehörigen ….

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    • Frau Tonari schreibt:

      Ich habe gerade große Sorge vor den Folgen. Und vor den Hirnsteinen, die daraus ableiten, welche Nazi-Fratze sie demnächst wählen.

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      • Clara HH schreibt:

        Genau davor habe ich auch Angst, denn es spielt ja der „Volkspartei“ förmlich die Trümpfe zu.
        Ich weiß noch nicht, ob sie den Täter oder Fahrer gefasst haben. Einmal hat einer gesagt, der Fahrer wäre der Tote auf dem Beifahrersitz. Letzendlich hat man erreicht, was man erreichen wollte: Angst und Schrecken zu verbreiten.
        Andersherum habe ich mich erfreut gewundert, warum sie es am Montag gemacht haben. Am Freitag oder Samstag war der Markt bestimmt noch viel voller. –
        Ein LKW hätte aber auch einfach die Menschen auf den vollen Bürgersteigen umfahren können – und da kann man sich so überhaupt nicht schützen.
        Ich sitze hier noch immer sprachlos und stelle mir das Leid der Angehörigen vor, die so plötzlich mit dem Tod oder mit schwerster Krankheit konfrontiert werden.
        Ich hoffe sehr, dass 2017 ein besseres Jahr wird.

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      • franhunne4u schreibt:

        Es gibt schon den ersten Kommentar in diese Richtung aus England, Mr Farage (der Arsch, sorry, aber das ist leider das einzige Wort für ihn, der UK aus der EU geführt hat) sprach schon davon, dass dies ein Erbe von Merkels Politik sei. DASS es ein Anschlag war, DAS weiß man nun, wo man weiß, dass der eigentliche Fahrer auf dem LKW erschossen wurde und dann der LKW entführt wurde.
        Und das, wo wir noch gar nicht wissen, wer der Täter war.

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  4. vivilacht schreibt:

    ich kann dich leider sehr sehr gut verstehen. Ich bin auch immer wieder betroffen, wenn bei uns etwas passiert. Alles Liebe an dich. Aufpassen kann man bei so etwas ja nicht. Das hilft nicht. NUr etwas mehr Glueck haben. Leider.
    Auch unsere Gedanken sind in Berlin, bei allen, egal ob Opfer, Verwandte oder auch nur Buerger von Berlin.

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  5. malesawi schreibt:

    Auch ich bin sehr betroffen. Eine Kollegin war gestern dabei. Zum Glück ist ihr nichts passiert. Sie war zum Zeitpunkt des Anschlags gerade in der Gedächtniskirche.

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  6. Frau Muri schreibt:

    So schlimm…. Du schreibst richtig, jeder ist betroffen, der nach solchen Anschlägen traurig und in Gedanken bei den Angehörigen ist.
    Zur gleichen Zeit befand ich mich auch auf einem Weihnachtsmarkt in meinem Ort. Unbeschwert. Im Nachhinein fühlt man sich dabei nicht gut, hat fast ein schlechtes Gewissen – auch wenn man weiß, dass man nichts dafür kann.

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  7. Silberdistel schreibt:

    Mir ist unbegreiflich, wie ein Mensch anderen Menschen so etwas antun kann. Was geht da nur in dessen Kopf vor? Was treibt ihn dazu, anderen Menschen das Leben nehmen zu wollen? Das geht irgendwie nicht in meinen Kopf hinein. Wie schlimm muss das für die Familien sein, die jetzt kurz vor Weihnachten noch ein Familienmitglied verloren haben oder für diejenigen, die noch um das Leben eines ihnen lieben Menschen bangen?

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  8. Ruthie schreibt:

    … vor allem, wenn man dort Kinder, Tonaris, Clara, Tim, Alwina, Philipp, Ludwig, Florian … hat/kennt und selber immer wieder dort ist. Das geht nicht wirklich spurlos an einem vorbei. Und ja, man ist be-/getroffen von so viel kalter Grausamkeit…

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  9. Inch schreibt:

    Ich war gestern erst bei einem workshop zur interkulturellen Kompetenz und heute in einem wokcafé mit Afghanischen Jugendlichen. Ganz kurz, wirklich nur kurz, habe ich mich gestern, nachdem ich mich bei allen Freunden und Verwandten in Berlin ihres Wohlergehens versichert habe, gefragt, ob das etwas in mir in meiner Einstellung zu Geflüchteten ändern wird.
    Ich hatte sehr schnell eine Antwort: Nein

    Gefällt 4 Personen

  10. franhunne4u schreibt:

    Es ist leider so, die Tatwaffe bei diesem Anschlag war keine Bombe, deren Bastelei, deren Materialbeschaffung auffallen kann. Hier wurde ein LKW gekapert, ein Mensch dafür allein schon getötet, an diesen LKW zu kommen. Dass zu verhindern, ist nahezu unmöglich.

    Da helfen keine stärkeren Waffengesetze, da helfen auch keine besonderen Auflagen für einen LKW-Führerschein (z.B. Führungszeugnis).

    Da hilft auch keine Fremdenfeindlichkeit! Das ist das, was die AfD und ihre Wähler nie verstehen werden.

    Gefällt 1 Person

  11. anneseltmann schreibt:

    Guten Morgen liebe Britta!
    Alles ist gut, alles darfst du soooo stehen lassen!

    Natürlich denkt man sofort an die Menschen, die man in und um Berlin herum kennt. Mein erster Gedanke galt euch und ich bin beruhigt, dass ihr unversehrt seid.
    Es macht, wie schon alle gesagt haben, Angst. Und Angst lähmt…und ich will das nicht!
    Meine Gedanken sind ebenfalls bei den Betroffenen!

    Liebe Grüße zu dir und deinem Mann

    Anne

    Gefällt 1 Person

  12. franhunne4u schreibt:

    Jetzt mal etwas ganz anderes und viel besseres – ich habe heute eine Postkarte aus meinem Briefkasten von der Ile Maurice gefischt! Sie kommen also an, es dauert nur einen Tag länger. Das könnte auch daran liegen, dass da jemand nicht Prioritaire drauf geschrieben hat hust

    Die Karte ist wunderbar farbenfroh und macht Lust auf einen Strandspaziergang. Hauptsache, weit, weit weg von Nebel und Niesel und diesem hier.

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  13. Elke schreibt:

    Liebe Britta,
    wer sollte da nicht betroffen sein? Es ist schlimm, es macht traurig. Mit unseren Verwandten in Berlin haben wir sofort telefoniert und waren froh, zu hören, dass sie nicht unterwegs waren. Ich selbst habe schon sooft auf dem Breitscheidplatz gestanden und werde es nie wieder tun, ohne an dieses Attentat denken zu müssen. 2016 war ein fürchterliches Jahr – irgendwie. Hoffen wir, dass 2017 besser wird. Hoffen darf man ja.
    Liebe Grüße
    Elke

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  14. AndiBerlin schreibt:

    Wie Du einleitend geschrieben hast, es war nur eine Frage der zeit wann und wo es Deutschland trifft.
    Interessanter Weise war ich nicht sonderlich schockiert über diese Tat an sich. Mehr traurig als schockiert. Traurig über die Menschen, die andere verloren haben, so kurz vor dem Fest. Das da Geschenke stehen, die nicht mehr ausgepackt werden können. Wie gehen die Verwandten nur damit um? Ich mag es mir nicht ausmalen wollen.
    Aber es beruhigt mich schon zu wissen, das unter den toten keine Kinder dabei sind.

    An just jenem Abend war ein Kinobesuch im Zoo Palast geplant. Ich habe schon Tage vorher abgesagt. Die Kollegen sind dennoch gegangen. Ich wusste nicht welche Vorstellung sie gewählt haben. Ist es die Vorstellung um 17 Uhr, müssten sie gerade oder kurz vor der Tat das Kino verlassen haben. Ist es die Vorstellung um 20 Uhr, haben sie wahrscheinlich nichts mitbekommen.
    Ich war an dem Abend, nachdem ich von der Tat erfahren habe, schon unruhig. Ob den Kollegen was passiert ist?

    Zum Glück nicht. Sie hatten die Vorstellung vor 17 Uhr, haben aber von dem Unglück nichts mitbekommen, da sie gleich nach Hause gegangen sind. Einige wenige Minuten später geschah es dann.
    Zuvor wurde noch gefragt ob sie über den Weihnachtsmarkt schlendern wollen, was aber von allen abgelehnt wurde. Man muss ja am nächsten Tag sehr früh wieder raus. Wer weiß was geschehen wäre, wenn sie noch über den Markt geschlendert wären?

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  15. Frau Spätlese schreibt:

    Im Grunde fehlen einem einfach nur die Worte im Anbetracht von so viel Menschenverachtung!
    Schlimm!

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