Auckland-Paihia

Wir knabbern am Jetlag. Zwölf Stunden Zeitunterschied führen zu einiger Verwirrung, was den Tag-Nacht-Rhythmus betrifft. Ich schlafe zwar fix ein, aber nach 3 Stunden Tiefschlaf bin ich knallwach. Surfe ein wenig durch die Blogs und Instagram. Dann fallen die Augen wieder zu. Morgens bin ich wie gerädert. Dem besten Mitreisenden von allen geht es nicht anders. Zudem hat er sich in Singapur oder aber im saukalten Flieger eine Erkältung eingefangen. Nach dem Frühstück packen wir unsere Siebensachen und verabschieden uns mit einer Umarmung von Jonathan.

Eine junge Mitarbeiterin des Mietwagenverleihers holt uns wie verabredet pünktlich in unserer B&B-Unterkunft ab. Heute bekommen wir das Auto, damit die geplante Tour über die Nordinsel beginnen kann. Klasse, dieser Pick-up-Service. So brauchen wir uns nicht mit dem Gepäck durch die Stadt zur Anmietstation „quälen“ und außerdem können ein paar Fragen schon während der Fahrt geklärt werden.

Ein fast neuer Toyota Corolla wartet auf uns. Prompt will ich auf der falschen Seite einsteigen. Mein Beifahrersitz wird in den kommenden fünf Wochen auf der linken Seite sein. Das ist nach den Erfahrungen auf Jamaica zwar nicht völlig neu für mich, fühlt sich aber immer wieder irgendwie komisch an.
Für heute sind ca. 240 km Strecke geplant. Unser Zielort heißt Paihia. Er liegt im Nordwesten der Nordinsel. Zunächst jedoch dreht der beste Linksfahrer von allen ein paar Runden durch die Querstraßen, um ein Gefühl für das Auto zu bekommen. Dann fahren wir auf dem Highway SH 1 in Richtung Norden. Ein Teilabschnitt ist eine kostenpflichtige Toll-Road. Man könnte sie umgehen, wenn man einen kleinen Umweg in Kauf nimmt. Wir bleiben auf der direkten Route. Allerdings finden wir keinen Kassenautomaten. Hm. Da uns auf Schildern angezeigt wird, dass uns drei Tage bleiben, um den Betrag in Höhe von 2,20 NZ$ auszugleichen, fahren wir erst einmal gemächlich weiter.

Je weiter wir in den Norden kommen, um so schöner wird das Wetter. Blauer Himmel mit weißen Wolken und eine wunderschöne Landschaft. Sanfte, grüne und zum Teil bewaldete Hügel. Mehr Kühe als Schafe stehen auf den Weiden. Die Straße ist zwar je Richtung nur einspurig, aber es gibt immer wieder angelegte Streckenabschnitte, auf denen die Langsamfahrer die linke Spur nehmen und rechts überholt werden. Und damit niemand die Nerven verliert, wird ordentlich angezeigt, wieviel Kilometern bis zur nächsten Passing Lane zurück zu legen sind. Das minimiert Drängelei und riskante Überholmanöver. Klasse.

Quasi auf der Strecke liegt das kleine Örtchen Kawakawa und es lockt mit einem gar nicht so stillen Örtchen ;-) Herr Hundertwasser hat ein solches dort errichtet. Ich schrieb schon in den Story-Pics über unseren Besuch dort.

Kawakawa_1

Wenige Kilometer weiter erreichen wir Paihia und werden wir von unserem Gastgeber Heinz im Allegra House herzlich begrüßt. Er muss allerdings gleich wieder los, denn heute ist Christmas Parade. „Kommt doch vorbei.“ Wir lassen uns überreden und erleben eine Überraschung.

Paihia_2014_15

Zurück in unserer Unterkunft genießen wir den traumhaften Blick vom Balkon über die Bucht bis um kurz vor halb neun die Sonne untergeht.

Paihia_1

(06.12.2014)

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10 Antworten zu Auckland-Paihia

  1. leonieloewin schreibt:

    Oh, ich bekomme Fernweh…..liebe Grüße Leonie

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  2. Anna-Lena schreibt:

    Ho ho ho, das ist ja ein wahres Paradies. Falls ihr etwas Regen braucht, wir hätten da was abzugeben :lol: .

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  3. Amorak schreibt:

    du glückliches du und das noch 5 wochen oder länger … was für ein traum 🔆

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  4. minibares schreibt:

    Nicht vergessen die Maut zu bezahlen, lach.
    Eine Weihnachts-Parade, das war bestimmt recht ungewöhnlich.
    Das Hundertwasserhaus hattest du ja schon gezeigt, genau.
    Der Jetlag ist schon schwer zu ertragen.
    Aber eure Erlebnisse lassen ihn wohl tagsüber vergessen.
    Das ist aber auch ein Ausblick aus eurem Fenster, genial.
    Weiter schöne Tage, besseren Schlaf und gutes Wetter.
    Bärbel

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  5. Lucie schreibt:

    Was für eine Aussicht … könnte mir auch gefallen, dort mal zu verweilen.

    Ich wünsche euch noch viel Vergnügen und tolle neue Eindrücke!

    Liebe Grüße :-)

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  6. vivilacht schreibt:

    in mir kommen schoene Erinnerungen hoch. Geniesse deinen Ausflug und habe eine sehr gute Zeit

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  7. ute42 schreibt:

    Wunderschön, der Blick aus eurem Häuschen. So eine Christmas-Parade muss man einfach mal mitmachen. Jetzt hoffe ich, dass ihr euch so langsam an die Zeitumstellung gewöhnt. Viel Spaß weiterhin auf euerer Reise.

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