vor 28 Jahren

Am 29. September 1986 sah ich in der Semperoper in Dresden den „Freischütz“ von Carl Maria Weber. Beim Aufräumen fand ich vor einiger Zeit den Eintrittsschnipsel. Karte mag man das Stückchen Papier kaum nennen.

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Karten zu bekommen, war zu damaliger Zeit sehr, sehr schwierig. Ohne Vitamin B (wie Beziehungen) kaum zu machen. Ich weiß nicht mehr, aus welchem Anlass wir Ende September in Dresden waren. Jedenfalls haben wir einfach abends vor der Oper versucht, noch irgendwie Tickets für die Vorstellung zu ergattern. Die Chance, dass jemand nicht kommen kann, wollten wir nicht ungenutzt verstreichen lassen. Es ist geglückt. Irgendein „Brigademitglied“ war verhindert oder krank und so bekam ich sein oder ihr Gruppenticket. Zwar ganz oben und auf ´nem  normalen „Küchen“stuhl, aber egal. Drin war drin. Herrlich.

Während des Konzertes rumpelte es plötzlich und ungewohnt in meinem Bauch. Nein, das waren keine Wackersteine. Ich spürte erste Kindsbewegungen des musikalischen Töchterlein 😉

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28 Antworten zu vor 28 Jahren

  1. quizzymuc schreibt:

    Das „Schließerpersonal“ lässt Erinnerungen an die „Beschließerin“ im Mädchenwohnheim St. Ermelinda aufkommen, in dem ich (schnell mal nachgerechnet) vor 36 Jahren während meiner ersten München-Zeit gewohnt hab 🙂
    Liebe Grüße
    Renate

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  2. typ3typ schreibt:

    Der Freischütz. Daran denke ich zwiespältig zurück. In der Schule wurden wir damit gequält, jedenfalls nach damaliger Auffassung. Aber als ich den mal auf der Felsenbühne Rathen anno 1993/94 gesehen hatte, hatte er mich begeistert. Lag aber sicher auch an der Location.

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  3. AndiBerlin schreibt:

    Seid ihr danach noch mal zu einer Vorstellung, mit besseren Plätzen, gewesen?

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  4. allesistgut schreibt:

    Das ist schön, so einen Schnipsel der Erinnerung wiederzufinden. Schließerpersonal, ja so war das Vokabular in der DDR. 😉
    Liebe Grüße.

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  5. hafensonne schreibt:

    *bsssst* 😀 Aber ich bemerke durchaus den Trend zur Besserung! Hab heute bloß Urlaub 😉

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  6. ute42 schreibt:

    In der Oper war ich naturgemäß erst nach der Wende. Was mir ewig in Erinnerung bleibt ist das Restaurantschild „Sie werden platziert“ 🙂

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  7. vivilacht schreibt:

    Herrlich, wenn man solche Fundstuecke wieder sieht, sowohl Oper als auch musikalische Tochter im Bauch, was will man mehr

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  8. Elke schreibt:

    Was für eine tolle Erinnerung, wenn man sich bei so einer Karte an erste Kindsbewegungen zurück erinnern kann.
    Liebe Grüße
    Elke

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  9. Anna-Lena schreibt:

    Schließerpersonal – ein herrliches Wort. Danke, dass du meinen „Wessi“-Wortschatz wieder bereichert hast 🙂 .

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  10. Ruthie schreibt:

    Oh, wie schön, dass Du so ein „besonderes“ Erinnerungsstück hast – das Gerumpel bleibt für immer im Hirn, gell? 😉

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  11. minibares schreibt:

    Na, das sind ja ganz besondere Erinnerungen für dich.
    Mein Vater sagte immer: Schreifütz dazu, grins.
    Aber er war sehr musikalisch.

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  12. Inch schreibt:

    Der Freischütz! Das erinnert mich an ein Erlebnis in der Leipziger Oper. Eine Vorprämiere sozusagen und nichts klappte 😀

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