Wat den Eenen sin Uhl‘,

IGA_2017_Seilbahn_doof

…ist den Annern sin Nachtigall. Würde Fritz Reuter sagen.

IGA_2017_Seilbahnkabine

Die einen finden es doof unnötig, dass für die Internationale Gartenbauausstellung 2017 eine Seilbahn errichtet werden soll. Die anderen freuen sich auf die Möglichkeit, in Berlin für eine gewisse Zeit auch mal über den Dingen schweben zu können.

Gestern entdeckte ich am Hellersdorfer Eck das Plakat und in der IGA-Markthalle die erste Gondel.

Maximal zehn Personen sollen mit der Einseilumlaufbahn in 25 bis 30 Metern Höhe über das IGA-Gelände fahren und aus insgesamt 65 Kabinen das Panorama genießen können. Die geplante Strecke zwischen dem Eingang „Auftakt Hellersdorf“ und dem Blumberger Damm beträgt, einen Zwischenstopp auf dem Gipfel des Kienberges eingeschlossen, anderthalb Kilometer.

Mir gefällt das Design. Das Polycarbonatglas wirkt edel und soll Rowdys die Lust am Scratchen nehmen. Allerdings finde ich die Größe, sprich Länge für zehn, bestimmt mit Kameras bewaffnete Personen, die dann auch noch aus der Gondel heraus fotografieren wollen und sich zur Seite und nach hinten drehen, ziemlich knapp bemessen. Und hoffentlich ziehen die orangefarbenen Kunstledersitze mit IGA-Stickerei nicht Schlitzer und Schmierfinken an.

Für das große Gartenfestival, das am 13. April 2017 beginnt, werden die heutigen „Gärten der Welt“ erweitert, der Kienberg und Teile des Wuhletals umgebaut. Klar, das bedeutet einen Eingriff in die Natur. Aber in meinen Augen ist das auch eine Chance für diese Ecke Berlins. In schlechte Schlagzeilen gerät Marzahn-Hellersdorf ja immer mal. Verdient und unverdient.

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13 Antworten zu Wat den Eenen sin Uhl‘,

  1. Herr Ackerbau schreibt:

    Die Diskussion habe ich noch gar nicht mitbekommen. Vor ein paar Jahren bin ich bei der BUGA in Koblenz auch mit der Seilbahn gefahren; fand das eigentlich ganz nett. Berlin von oben ist ja auch immer nett… (dass man mit dem Geld auch noch schlauere Dinge machen könnte, ist mir auch klar….)

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  2. vivilacht schreibt:

    ich finde das sehr nett, warum nciht mal alles von oben ansehen?

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  3. quizzymuc schreibt:

    Bei der BuGa in München gab’s auch eine Seilbahn, hat mir sehr gut gefallen und wurde vor allem von älteren Menschen sehr gerne angenommen, da das Gelände schon sehr weitläufig war. Inzwischen ist dort ein neues Wohnviertel mit Naherholungsgebiet entstanden.
    Inzwischen gibt es Planungen, die beiden Ufer der Isar zwischen Thalkirchen und Harlaching mit einer Seilbahn zu verbinden, die dann das MVV-Angebot von S-Bahn, U-Bahn, Tram und Bussen erweitern würde. Das finde ich mal eine kreative Art des ÖPNV 🙂
    Liebe Grüße
    Renate

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  4. Clara Himmelhoch schreibt:

    Ob mit oder ohne Seilbahn wäre mir persönlich gleichgültig, denn ich fahre nicht damit – aber die IGA nach Marzahn zu holen, das finde ich toll.

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  5. allesistgut schreibt:

    Wir hatten zur IGA 2003 hier in Rostock auch so eine Seilbahn. Ich fand’s toll. Allerdings passten nur 4 Personen rein und die Sitze waren quer zur Fahrtrichtung angebracht, was hervorragendes Fotografieren garantierte. Von Vandalismus war da auch keine Spur zu sehen.

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    • hafensonne schreibt:

      Das wusste ich gar nicht, dass es in Rostock eine Seilbahn gegeben hat! Aber Rostock ist auch ein gutes Beispiel dafür, dass der Nutzen einer IGA für zuvor benachteiligte Stadtteile doch begrenzt ist. Wirklich aufgewertet ist doch Schmarl nicht gerade, und dass der Park nach wie vor Eintritt kostet (und man in dem weitläufigen Gelände weder Fahrrad fahren noch Hunde mitführen darf), trägt zur Beliebtheit auch nicht gerade bei. Das Schiffahrtsmuseum auf dem Traditionsschiff reicht dann als Magnet auch nicht.

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      • allesistgut schreibt:

        Da gebe ich Dir vollkommen Recht. Schmarl ist naja. Die Stadt hätte das Gelände öffnen müssen. Das Traditionsschiff reisst es wirklich nicht, zumal ja auch immer wieder diskutiert wird, das Schiff in den Stadthafen zu verholen. Und dann gäbe es im ehemaligen IGA-Park nicht mal mehr diesen Minimagneten.

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    • Frau Tonari schreibt:

      Ich erinnere mich. Meine Omimi wohnte damals in Schmarl. Wenn wir sie besuchten und den Groß Kleiner Damm nahmen, fuhren oft die Gondeln direkt über unsere Köpfe. Leider habe ich es nie geschafft, mir die Rostocker IGA mal anzusehen.

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  6. ute42 schreibt:

    Klar würde ich die Seilbahn benutzen. Ich finde so eine Einrichtung schön. So ein Blick von oben ist doch etwas Besonderes.

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  7. hafensonne schreibt:

    Typisch! Hauptsache dagegen! In Koblenz war die Seilbahn aus logistischen Gründen unverzichtbar (den IGA-Teil auf der anderen Rheinseite anders erreichbar zu machen, ohne Verkehrsdekompensationen zu erzeugen, wäre was für Chuck Norris gewesen). Schade, dass sie aus Weltkulturerbegründen dann wieder abgebaut werden musste. Dabei wäre sie sicherlich auch künftig ein Publikumsmagnet gewesen – einfacher vom Deutschen Eck hoch zur Burg (name gerade entfallen) gehts nicht.

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  8. Elke schreibt:

    Bei der BUGA in Koblenz wurde das auch gemacht, ist wohl irgendwie ein Trend. Aber ich glaube, das kam sehr gut an. Dort ging es auch über den Rhein. Das war schon etwas besonderes.
    Liebe Grüße
    Elke

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