Magdeburg-Potsdam und zurück

Vor fast 31 Jahren bin ich offenbar mit dem Zug von Magdeburg nach Potsdam gefahren, denn zu meinen aktuellen Aufräum(p)funden gehörten zwei leicht angegilbte Fahrkarten von 1983 für die Deutsche Reichsbahn. Ich habe nicht den Hauch einer Ahnung, warum ich genau diese Fahrausweise aufgehoben habe.

Und erneut wundere ich mich, dass man in der DDR nach 1945 den Namen „Deutsche Reichsbahn“ beibehalten hat.

Fahrkarte_Magdeburg_PotsdamStudentenrabatt gab es für mich auf dieser Verbindung nicht, weil meine „reguläre“ Strecke damals in den heimatlichen Norden führte. Es muss eine vorlesungsfreie Woche gewesen sein, denn der 04.04.1983  war  in dem Jahr der Montag nach Ostern. Seit 1967 war in der DDR der Ostermontag kein gesetzlicher Feiertag mehr.

Die Fahrt mit dem D-Zug kostete 12,20 Mark, der Ex(press)-Zug „Börde“ nahm einen Zuschlag von 2 Mark für den schnelleren Transport.

Fahrkarte_Potsdam_MagdeburgWitzig, diese alten Erinnerungsstücke in den Händen zu halten. Sie dürfen noch ein bisschen in der Kramkiste bleiben 😉

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22 Antworten zu Magdeburg-Potsdam und zurück

  1. Anna-Lena schreibt:

    Das ist wahrhaftig ost-algische Nostalgie, liebe Frau Tonari, ein wahres Zeitdokument, das du gut aufbewahren solltest.

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  2. hafensonne schreibt:

    Das mit der Reichsbahn hatte irgendwie rechtliche Gründe. ich hab mich das damals schon als Kind gefragt. wenn ich mich recht an die Erläuterungen meines geschätzten Opas erinnere, blieb die Reichsbahn nach dem Krieg eine (schwedische) AG, die von der DDR „nur“ betrieben wurde. die Reichsbahn betrieb übrigens auch bis in die 80er Jahre die Westberliner S-Bahn. Aber das ist eine andere Geschichte. ich bin überrascht, dass Anfang der 80er Jahre die Fahrkarten schon gedruckt wurden!

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    • theomix schreibt:

      Das hat mir damals, 1979, ein DDR-Staatsbürger im kirchlichen Dienst (Bei dem die Reihenfolge auch seiner persönlichen Prioritätenliste entsprach) auch erzählt. Irgendwie eierte er aber auch herum, so dass ich in Internetzeiten nach der Erklärung suchte.
      Wikipedia sagt im entsprechenden Artikel. „Die DDR war sich nicht sicher, ob sie in West-Berlin die Betriebsrechte behalten würde, wenn sich der Name der Deutschen Reichsbahn ändere, weil nur dieser seitens der Westalliierten die Betriebsrechte gewährt worden waren. Es bestand die Befürchtung, dass einer DDR-Staatsbahn, wie auch immer sie firmiert hätte, die Rechte hätten verweigert werden können. Für die DDR war es aber auch propagandistisch wichtig, die DR-Strecken in West-Berlin als eigenes Territorium deklarieren zu können. “
      anderes auch hier:
      http://www.wer-weiss-was.de/geschichte/warum-hielt-die-ddr-am-namen-reichsbahn-fest

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  3. Silberdistel schreibt:

    Ist es nicht spannend, auf diese Weise mal in den Erinnerungen zu kramen? Ich habe kürzlich in einigen alten Kalendern gewühlt und mir Termine angeschaut, die ich wohl einmal wahrgenommen haben muss. Das war auch ein lustiger Blick in meine Vergangenheit. 🙂
    Schön, dass Deine Fahrkarten noch ein Weilchen bleiben durften. Meine Kalender sind auch wieder in den Schrank gewandert, obwohl ich sie erst entsorgen wollte.
    Liebe Grüße von der Silberdistel

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  4. Rana schreibt:

    Schmeiß es nicht weg, ich habe leider von meinen früheren Leben fast alles entsorgt und freue mich, wenn ich mal einen „Fitzel“ finde. LG von Rana

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  5. TBW-Pur schreibt:

    ja schön aufheben, das sind so Erinnerungen an denen man sich immer wieder erfreuen kann 😉 leider verliert man auch vieles mit der Zeit, gerade auch bei Wohnungs umzügen… ich hab da meine ganze Kiste mit alten Erinnerungen verbasselt, grrrr

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  6. minibares schreibt:

    Na klar, sowas wirft man nicht in den Abfall. Die Erinnerungen müssen wachgehalten werden oder aber ab und zu aufgefrischt werden, wenn du die Karte wieder findest.
    Hast du noch so alte Kalender, dass du weißt, dass der Ostermontag der 4.4. war in dem Jahr?
    Boah, die haben euch um solche Feiertage betrogen?

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  7. Clara Himmelhoch schreibt:

    Der Preis belustigt mich. – Doch dann macht mich die Nicht-mehr-Feiertag-Regelung stutzig. Ich habe nämlich am Ostermontag 1968 kirchlich geheiratet. Ich hätte geschworen, dass es ein Feiertag war und alle Gäste arbeitsfrei hatten. – Ich denke, du hast das aber gut recherchiert.

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  8. twilight schreibt:

    Heute kostet die einfache Fahrt 22,80 €.
    Schön, solche Erinnerungen!

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  9. Inch schreibt:

    Ach ist das cool. Solche Fundstücke sind wirklich Klasse, man kann Geschichten dazu erzählen und sie gehören unbedingt aufbewahrt.

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  10. Muri schreibt:

    Ohh die „modernen“ Fahrkarten von damals, ganz dünnes Papier war das.
    Auch ich besitze noch so eine Kramkiste – alle paar Jahre wird darin und somit in der eigenen Vergangenheit gestöbert und (be)-gelächelt.
    Die FahrkartenVorgänger waren klitzeklein und aus hartem Papier in diversen Farben – die habe ich auch noch. Wie Oma immer sagte: „Heb auf, hatt wat!“ 🙂

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  11. wolkenbeobachterin schreibt:

    sieht viel älter aus, als es ist, aber da steht 83. aufheben das erinnerungsstück, ich bin auch dafür.

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  12. Pingback: kompletierende Info bezüglich dem Namen DR |

  13. Gedankenkruemel schreibt:

    Klasse das du sie aufgehoben hast.

    Ich habe mir erlaubt einen Post bez. Namen DR zu posten.
    Der ist lang, aber es gibt ja immer mal wen dens interessiert..*schmunzel

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  14. antje schreibt:

    schöne geschichte! ich bin gefühlte 1000mal umgezogen und hab jedesmal „federn gelassen“, aber auch jedesmal vieles mitgenommen. und neulich hab ich meine briefe wiederbekommen, die ich vor ca. 30 jahren aus argentinien meinen eltern geschrieben hatte – das ist gänsehaut pur! liebe grüße

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  15. Bellana schreibt:

    Die würde ich auf jeden Fall aufheben, digitalisiert hast Du sie ja schon. Ich habe z. B. noch einen Metrofahrschein von einem Wochenende in Paris aus dem Jahre 1975.
    Grüßle Bellana

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  16. richensa schreibt:

    Unbedingt aufheben!
    Ich habe eine Eintrittskarte in den Louvre immer noch, dürfte aus demselben Jahr sein..

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