Onigiri

Auf unserer Reise durch Japan 2007 habe ich mit Vergnügen Fast Food gegessen.  Japanisches Fast Food. Glaubt man kaum. Das Töchterlein ist allerdings fast verzweifelt, weil ich mir den Namen Onigiri ewig nicht merken konnte und ihn dann auch beratungsresistent sprachunbegabt falsch betonte. Die Bedeutung meiner Aussprache habe ich inzwischen erfogreich verdrängt.

Nicht verdrängt jedoch wurde die Erinnerung an die Wahnsinnig leckeren Reis“bällchen“, die in Wahrheit Reisdreiecke sind. Der Reis wird mit Furikake gewürzt und mit den tollsten Dingen gefüllt. Dann noch ein knackiges Nori-Algenblatt drumherum. Fertig.  Kalt gegessen – ein Genuss.

Vor einiger Zeit entdeckte ich in Berlin per Zufall einen kleinen Kiosk, der Onigiri verkauft. Mitten auf dem Bahnsteig der U8 in der Schönleinstraße kann ich nun gelegentlich meinen Appetit auf Onigiri stillen.

rice_up_1Die Betreiber achten darauf, dass immer mal neue Varianten ins Angebot kommen. Mit Fisch, mit Fleisch, auch vegetarische und vegane Kombinationen. So wird es nicht langweilig am Onigiri-Stand.

rice_up_2Langweilig wird es auch nicht, wenn man zum ersten Mal hineinbeißen will. Ich gebe zu, in Japan brauchte ich fachkundige Hilfe. Es drohte nämlich ein entblätterter Reishaufen und jede Menge Algenblattsalat. Damit das Nori nicht wabbelig wird, sondern so schön knackig bleibt, muss es während seiner Zeit im Kühlregal durch die Verpackungsfolie vom klebrigen, feuchten Reis fern gehalten werden. Erst beim Entblättern geraten Reis und Hülle aneinander. Die Berliner Hersteller haben genialerweise für Neugierige und Anfänger die Bedienungsanleitung gleich auf die Folie gedruckt.

rice_up_3Einfach zum Reinbeißen… und eine coole Alternative zum belegten Brötchen.

rice_up_4Die freundliche Mitarbeiterin am Rice-Up-Stand erzählte mir, dass es inzwischen in den Berliner Filialen des LPG-BioMarktes auch Onigiri zu kaufen gibt. Leider habe ich keinen in Wohn- oder Arbeitsortnähe. Aber ich hoffe auf weitere Expansion… Ich könnte ja mal unseren Kantinenchef fragen, ob er eine Chance sieht, die leckeren Dingerchen ins Angebot aufzunehmen.

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25 Antworten zu Onigiri

  1. ute42 schreibt:

    Das würde mir auch schmecken. Vielleicht gibts das in Ulm, muss mich mal umschauen, wenn ich dort bin.

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  2. kormoranflug schreibt:

    Da bin ich jetzt wirklich total platt. Da kaufe ich zu Fuss hergelaufen oben über der Schönleinstrasse das Tandur Brot vom Lehmofen der Kurden und unten gibt es Onigiri am Schnellimbiss. Gegenüber hatte ich zuvor noch ein paar Sushi im Musashi gegessen und darüber nachgedacht ob der Taut das Gewerkschaftshaus gegenüber am Kottbusser Damm vor seiner Japan-Reise oder nach der ersten Japan-Reise gezeichnet hat. Berlin liegt an der japanischen Grenze!

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    • Frau Tonari schreibt:

      Das Gebäude in der Wallstraße entstand 1922/23.
      1930 wurde Taut Ehrenmitglied des Internationalen Architektenbundes in Japan.
      Taut floh vor den Nazis 1933 nach Japan, wo er dreieinhalb Jahre blieb.

      Itadakimasu, bei Deinem nächsten Besuch der Gegend.

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  3. Ruthie schreibt:

    Ah! Und Rice-up heißt also „Reiß-auf“, damit man an den Inhalt kommt? 😉 😉

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  4. AndiBerlin schreibt:

    Ich glaube sowas mal in der Kantine in Hamburg gesehen zu haben. Überhaupt haben die da, für die Japaner im Betrieb und allen anderen Mitarbeiter auch, jeden Tag ein Wok Gericht auf dem Plan.

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  5. Herr Ackerbau schreibt:

    Da gibt es auch einen Rice up-Laden an der Ecke Friedrichstraße/Oranienburgerstraße, den Frau Ackerbau einmal entdeckt hat. Wollen wir dort mal gemeinsam Mittag essen? Liebe Grüße, Andreas

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  6. Amorak schreibt:

    kuba ja .. alles andere auch … japan und china und die ecke dort , mag ich nicht !!!

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  7. mohrle schreibt:

    yummi….mh…jetzt bekomm ich frühs Appetit auf was Fischiges….

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  8. kiezneurotiker schreibt:

    Cool. Ein weiterer Ort, bei dem ich mein Geld versenken werde. Danke, die Teile sind richtig geil.. 🙂

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  9. vivilacht schreibt:

    das kannte ich bis jetzt ueberhaupt nicht, bloggen bildet und ich werde mich mal umsehen, ob so etwas auch hier gibt

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  10. antje schreibt:

    ich mußte erstmal guhgeln, weil ich mit den verpackten onigiri nicht so viel anfangen konnte, die beschreibung klingt ja sehr verlockend! das wäre auch was für mich! ich liebe reis 🙂

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  11. Susan schreibt:

    Onigiri gibt´s auch beim japanischen Imbiß Heno Heno in der Berliner Kantstraße. Dort zwar nur in einer begrenzten Auswahl, aber ohne Verpackungsplastik und für nur 1,30. 😉

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