inflationär

Früher Schmuck an historischen Grabmalen.
engel_1Heute billige Massenware. Dekowahn meets Engelkitsch.

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15 Antworten zu inflationär

  1. regenbogenlichter schreibt:

    Also das alte Grabmal ist schön…. obwohl das sicher kein armer Sünder war. 😉

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    • tonari schreibt:

      Ich mag den morbiden Charme und viele dieser Grabmale sind richtig gute Handwerskunst, auch die Figuren.
      Aber was sich momentan so auf den Gräber abspielt, ist übler Kitsch. Ich hoffe, das kommt bald wieder aus der Mode.

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  2. Anna-Lena schreibt:

    Im Zeitalter der Massenproduktion wundert mich das nicht. Obwohl ich so manche Engelfigur auf einem Grab nicht unbedingt störend finde, wenn sich das ins Gesamtbild einfügt. Zu kitschig darf sie allerdings nicht sein.
    Der Wonneproppen auf dem letzten Bild ist mir zu kitschig, die anderen na..ja…

    Jeder hat so seinen Geschmack.
    Liebe Grüße aus der Nachbarschaft 🙂

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  3. vivilacht schreibt:

    wenn es niemand kaufen wuerde, dann wuerde es auch nicht hergestellt werden. Es gibt aber doch Leute, denen dies gefaellt – ich gehoere nicht dazu

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  4. Werner schreibt:

    Da kann ich auch ein Grabmal beisteuern:
    Robert Schumanns Grab

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  5. theomix schreibt:

    Das Obere antikisierend. Der Rest ist populäre Kultur und damit aufschlussreich für das Verfolgen des Zeitgeistes.
    Der alte Engel ist eine große Figur, zwitterhaft, er überreicht die Siegespalme.
    Die neuen sind Putten, so wie kleine Hoffnungslichter. Kindchenschema. Was oben zu wenig ist, finde ich hier zu viel: Emotion.
    Oben ist halt ein repräsentatives Grab, die Familie stellte etwas dar (oder wollte so wirken.) Antikisierend.
    Warum wirken die Unteren kitschig? Wegen der überbordenden Emotion? Weil es eine Sehnsucht ausdrückt, die zugleich verzagt?

    Wenn ich länger darüber nachdenke, kriegt der Kommentar Beitragslänge. 😉

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    • Lakritze schreibt:

      Mein Unbehagen mit dieser Engelplage liegt in der Verniedlichung (es ist nicht Emotion, es ist ihr standardisiertes Zerrbild, das sie darstellen) und der Beliebigkeit der Massenfabrikation: Den Lieben einen Engel aus dem Baumarkt aufs Grab stellen, das hat was fast Zynisches: Gefühle aus Gußformen, made in Fernost … Abfertigung. (Und ich weiß nicht, ob es das Ganze nicht noch schlimmer macht, daß die Aufsteller das in den allermeisten Fällen wirklich nicht so meinen.)
      Brrr.

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      • theomix schreibt:

        Hinter der Engelplage (hihi 😈 schönes Wort) und dem Kitsch steckt – ziemlich sicher – ein seelischer (oder spiritueller) Hunger. Kenne ich den? Wie sieht der aus?
        Und auch: Warum ist der so leicht auf diesen Massenstandard zu bringen? („Abspeisen lassen“ als Pendant zum „Hunger“.)

        Pop-Kultur, wie auch bei der Musik: die industrielle Massenware trifft das Herz vieler Einzelner. Mir geht es um die Emotionen der Konsumenten: Die denken sich was dabei, verbinden etwas damit
        Ich merk wieder, ein Thema, über dass sich viel schreiben ließe, weil es so viele Aspekte hat.

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        • Lakritze schreibt:

          Ja, das wäre ein lohnendes Feld! Ich würde auch lesen kommen. ,)
          (Ich bin meinem Unbehagen nachgegangen und ebenfalls bei der Popkultur angekommen. Wir alle haben den Drang nach Schönheit, nach Dauer, nach Antwort. Deshalb denke ich angesichts Kitsches auch meist: machen lassen, das hat seinen Sinn. Aber daß Menschen sich über einen Kamm scheren lassen und sich von derart liebloser Massenware „verstanden“ und richtig wiedergegeben fühlen, das macht mich dann doch traurig. Gerade angesichts des Todes.)

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  6. minibares schreibt:

    Die Familie Rönneburg war wohl begütert, dass sie solch ein Grabmal gestalten konnten.
    Aber hab mal einen winzigen Enkel da liegen, dann stellst sogar du einen Engel dahin.

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