Schienenstrang des Todes

Was auf diesem Foto noch relativ harmlos aussieht,

Death Railwayentpuppt sich beim näheren Betrachten als nicht mehr ganz so robust

Death Railwayund endet in der Feststellung: I survived the Death Railway.

Schrecklicherweise galt das mit dem Überleben nicht für viele, viele Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene, die zwischen Juni 1942 und Oktober 1943 unter grausamer, japanischer Aufsicht an der Eisenbahnlinie zwischen Burma und Thailand arbeiten mussten und die den harten, unmenschlichen Bedingungen zum Opfer gefallen sind. Ihnen wurde mit dem JEATH War Museum in Kanchanaburi ein Denkmal gesetzt. Der Name der Gedenkstätte setzt sich aus den Namen der beteiligten Staaten Japan, England, Amerika, Australien, Thailand und Holland zusammen. In einer nachgebauten Bambushütte kann man u.a. Zeichnungen von Gefangenen, alte Fotos und einige wenige originale Gegenstände betrachten. Interessant, wie blitzschnell die japanischen Touristen mit ihrer Reiseleiterin durch das Museum liefen. Stehengeblieben sind sie nur für eine kurze Erläuterung an einem Bild, auf dem es um die Bautechnik der berühmten Brücke am Kwai ging. Ich gehe mal davon aus, dass nahezu jede(r) den gleichnamigen Film kennt. Wir waren 1996 zufällig sogar am Ort der Dreharbeiten auf Sri Lanka.

Anschließend über diese Brücke zu laufen, war für mich schon mit einem eigenartigen Gefühl verbunden. Einerseits um die mit der Errichtung verbundenen Qualen zu wissen, andererseits die Stahlbaukunst zu bewundern. Die Brücke ist allerdings von Engländern und Amerikanern bombardiert und zerstört, 1946 von einer japanischen Firma aber wieder aufgebaut worden.

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13 Antworten zu Schienenstrang des Todes

  1. freidenkerin schreibt:

    Uuuuuh! Auf dieser Bahnstrecke wäre mir auch schummrig geworden!…
    Bei deiner Schilderung über den Bau dieser Eisenbahnlinie durch Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene kommen mir unwillkürlich James Clavell’s Erstling „Der Rattenkönig“, der im berüchtigten Gefangenenlager Changi handelt, und natürlich der River-Kwai-Marsch in den Sinn…
    Wünsche euch herzlichst weiterhin eine gute und interessante Zeit!
    Liebe Grüße!

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  2. Sudda Sudda schreibt:

    Sei froh, dass ich nicht dabei war. Ich wäre ausgeflippt vor Angst.

    So auf dem Foto finde ich das richtig toll, aber in echt?

    Waaaa…

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  3. theomix schreibt:

    Sieht doch solide aus. Der Fußweg mit Holzbohlen ist allerdings renovierungsbedürftig.

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  4. GZi schreibt:

    Spannend – ich glaube, mulmig wäre mir auch allemal geworden… aber sehens- und natürlich von der Schaffenskraft her bewundernswert und die Umstände/Drangsalierungen dürfen nicht vergessen werden…

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  5. Miki schreibt:

    Beeindruckend! Und das schon auf den Fotos! „In echt“ sicher wesentlich respekteinflößender!
    Passt auf euch auf!

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  6. Vivi schreibt:

    da kann es einem mulmig werden, speziell wenn man die Geschichten auch mithoert

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  7. Oh ja – 1996 in Kanchanburi auch gefahren, auch gelaufen …
    Und auch seltsames Baugefühl gehabt …
    Welche Qualen mussten die Zwangsarbeiter aushalten.
    Aber auch das gehört zum urlauben, zum Entdecken anderer Länder.
    Weiterhin spannende und hoffentlich auch angenehmere Tage,
    Liebe Grüße, Anette

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  8. Und bitte daran denken, den Flussnamen richtig auszusprechen …
    Sonst drohen peinliche Verwechslungen 😉 …

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  9. ruediger schreibt:

    Nicht nach unten sehen, immer nur gerade aus. Jetzt weiß ich auch warum. :mrgreen:

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  10. ute42 schreibt:

    Abenteuerlich, aber diese Fahrt hätte ich auch gemacht 🙂 Sehr interessant, deine Schilderung. Schade, dass die ursprüngliche Brücke nicht erhalten ist. Dann wäre alles noch identischer.

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  11. kipet schreibt:

    danke für den bericht und die tollen bilder. eines meiner nächsten größeren reiseziele!
    LG kipet

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