Trinkmuffelweckdienst

Vor zwei Tagen bei Herrn Rundumkiel über ein technisches Schnickeldi gelesen, es für äußerst nützlich befunden und gleich bestellt. Eigentlich hatte ich es für mich als Geburtstagsgeschenk gedacht, aber als heute der Postmann klingelte und mir das kleine Päckchen in die Handdrückte, siegte die Neugier Vernunft. Soll es doch  schnell helfen, meine Trinkgewohnheiten zu verbessern. Da kann ich doch nicht noch bis zum Oktober warten 😉

Soll ich mal was verraten? Ja? Aber bitte nicht weitersagen. Ich gehöre zur Spezies der unverbesserlichen Trinkvergesser. In der Hektik Vielfalt des  Arbeitsalltags geht es einfach unter, dass ab und an Flüssigkeit nachgeschüttet werden sollte. Dabei ist Wassertrinken so wichtig und gesund und gut für die Figur außerdem. Theoretisch alles klar, aber bei der praktischen Umsetzung hapert es. Pünktlich zum späten Feierabend fällt mir auf, dass ich – außer zwei Pötten Kaffee – zu wenig getrunken und entsprechend Durst habe, dann aber durchkreuzt der Toilettenmangel auf dem Heimweg jeglichen Anfall von Druckbetankung. Und so komme ich abends völlig vertrocknet heim und stürze mich auf eine Monsterschorle oder ein Mädchenbier.

Aber das wird sich ja nun ändern. Ab Montag liegt der knuffige Trinksmiley auf meinem Schreibtisch und wird nach 90 Minuten ohne einen Klagelaut Vibrationsalarm von sich geben. Ohne trinkende Reaktion meinerseits wird der Abstand des knurrenden Geräusches immer penetranter kürzer. Wobei festzustellen bleibt,  dass die Trinkuhr nicht auf einer weichen Unterlage liegen sollte, da sonst das akustische Signal schnell mal überhört wird. Der Erfinder, Herr Olson, wird bestimmt ganz traurig sein, wenn er hier lesen muss, dass der Smiley zwar viertelstündlich sein Aussehen verändert und die Mundwinkel dabei immer weiter nach unten wandern, ich aber in all der bürolichen Ablenkung vermutlich kein Auge dafür haben werde.

Außerdem muss ich künftig daran denken, den kleinen Kerl morgens bei Dienstbeginn zu wecken und zum Feierabend wieder schlafen zu legen, sonst knurrt er sich des Nachts zu Batterieende.

So, jetzt muss ich nur noch die Disziplin aufbringen, dann auch tatsächlich zum Glase zu greifen. Dabei macht es mir mein Brötchengeber doch eigentlich so einfach: in der Teeküche steht ein Trinkwasserspender zur Gratisnutzung. Auf Knopfdruck gibt es den gut gekühlten Gänsewein dann sogar in der prickelnden Variante.

Vielleicht wird ja nun aus einem Trinkmuffel ein Vieltrinker? Ich werde berichten…

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38 Antworten zu Trinkmuffelweckdienst

  1. freidenkerin schreibt:

    Was es nicht alles gibt! Nun auch „Trinkmuffelwecker“! Ich bin schon sehr gespannt auf deine weiteren Berichte über diese deine neueste Errungenschaft! 😉

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  2. Lucie schreibt:

    Hach, den hab ich schon bei einer lieben Bekannten gesehen! So einen sollte ich mir auch zulegen, ich nämlich auch eine die Tagsüber das Trinken vergisst und dann versuche ich es am Abend nachzuholen. Mit dem Erfolg, das ich nachts dann immer einen bestimmten „Salon“ aufsuchen muss! *grrr*

    Glückwunsch zu diesem praktischen Teil und auf dass du es wirklich durchhältst mit dem runden Etwas! 😉

    LG Lucie 🙂

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  3. chinomso schreibt:

    Ich habe seinen Kumpel seit ca. 3 Monaten in der elektronischen Variante auf beiden PCs, zu Hause und im Büro. Der erinnert mich alle halbe Stunde ans Trinken. Und seitdem trinke ich Minimum 1,5l Wasser ++ ein paar Tassen Kaffee.

    Bin gespannt wie es bei dir läuft (im wahrsten Sinne des Wortes)

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  4. piri schreibt:

    Das ist auch was für mich, denn ich trinke viel zu wenig.

    P.S.: über das Buch schreibe ich morgen was. Es ist nämlich gut!

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  5. Himmelhoch schreibt:

    Da bleibt ja nur zu hoffen, dass es dich bis zum Bloggertreffen nicht vollkommen hinweggeschwemmt hat, das viele getrunkene Wasser!

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  6. VEB wortfeile schreibt:

    ich vergesse das auch immer wieder, bis ich dann wieder nierenprobleme habe. dann trinke ich wie ein weltmeister und renne mindestens 30 mal auf toilette und wenn ich wieder gesund bin, schlägt der alltag zurück ;-). berichte mal, wie sich eure beziehung entwickelt und ob du deine trinkgewohnheiten umstellst. dann bringt mir das vielleicht auch was…

    zu dem anderen… morgen *wtf*

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    • tonari schreibt:

      Gelegentlich klappern meine Nieren auch. Glücklicherweise bisher nie ernsthaft, aber sie machen sich bemerkbar. Selbst die Augenärztin konstatierte: „Sie trinken zu wenig.“
      Ich merke schon, das Interesse an einer Fortsetzungstory ist groß 😉

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  7. podruga schreibt:

    ausgerechnet du, tonari, vergisst zu trinken 🙂
    mein trick ist die große wasserflasche nebst glas, die ich penetrant neben den rechner stelle. da komme ich nicht dran vorbei…

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    • tonari schreibt:

      Tja, liebe Podruga, das ist wirklich eine Schande. Dabei könnte ich so schön das Kerngeschäft ankurbeln 😉
      Zu meiner Schande sei gesagt, dass ich zu bequem bin, Wasserflaschen durch die Gegend zu tragen. Dabei schmeckt mir Vol*vic ausgesprochen gut, ist aber ökologisch betrachtet ein Verbrechen.
      Nö, ich zwing mich jetzt an den Wassersprudler und komm so ab und an im Nebeneffekt auch mal zu einer Bildschirmpause. 🙂

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  8. rundumkiel schreibt:

    Das finde ich super, dass du dir auch so eine Trinkuhr zugelegt hast. Ich mache meine immer morgens im Büro an. Man trinkt dann tatsächlich regelmäßiger als ohne. Aber wenn das Ding vibriert, dann krieg ich jedesmal nen Schreck – geht dir das auch so?

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    • tonari schreibt:

      Da bin ich aber beruhigt, dass es dir auch so geht. Meine Nerven liegen momentan etwas blank und so bin ich immer zusammengezuckt, wenn es neben mir grummelte. Irgendwann nervt es und frau geht lieber was trinken 😉
      Ich bin fest überzeugt, dass es ein toller Gesundheitstipp war, den du mir da gegeben hast.

      Übrigens: Das Werbeversprechen stimmt. Ich hatte es nach nicht einmal 40 Stunden tatsächlich an meiner Wohnungstür.

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  9. Blinkfeuer schreibt:

    ÄÄÄH–nur mal zum Verständnis:
    In der Teeküche steht also ein Teil, in dem Wasser- speziell an wärmeren Tagen als sie Pakistan erlebt- vergammeln und verkeimen kann? So`n Teil aus US Krimis? Obschon hier und dort, aber nicht DA ==> beim Kubaner, Gerätschaften und Kommissionen zu verhindern wissen, das weniger Wasser verschwendet wird als—in—sagen wir–mal: London?Für Nichtjournalisten oder solche, die mal „FREIE“ werden wollen: Wer frei ist, darf es kapitalistische Misswirtschaft nennen.
    Wer unfrei, erwähnt Nordkorea.

    (Dank an Opera: Nichtjournalisten im Wörterbuch zu haben……werde wohl nen anderen Browsaaaaaaaaaaah

    Alles nur Spaß. Aber was Ihr da oben Euch traut….Späße macht man nicht über Trinkwasser! Über Religionen! Gerne, laut! Mist, BLogs kannst eh nicht mehr lesen…Überheblichkeit allerorten, da wirds oan Sarazi froin!

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    • tonari schreibt:

      Ähm, nur zum gegenseitigen Verständnis:
      Der Trinkwasserspender ist natürlich keine solche Stille-Wasse- sind-tief-gekühlte-Plastikbomben, sondern direkt an die Hausinstallation angeschlossene und damit bakteriologisch nahezu unbedenkliche Geräte. Nix mit Ami-Crime und Kuba-Krise. Und meines Wissens nach ist auch Herr Sarrazin nicht wassergedopt 😉

      Und nie, nie, niemals würde Frau Tonari sich über Trinkwasser einen Spaß erlauben. Dazu liegt ihr das Thema viel zu sehr am Herzen. Näheres gerne als PN.

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  10. Das ist eine schöne Idee, liebe Tonari.

    So etwas will sich nun Frau H. auch zulegen. Sie lässt dir ausrichten, dass sie sich freut, dass du das Trinkdingens gefunden hast, weil sonst hätte sie davon nie etwas erfahren.
    Und ich drück dich mal. Du weißt schon.
    !

    *wink*
    Und bis bald!

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  11. Sudda Sudda schreibt:

    Das ist ja mal coooolll!

    WOW!

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  12. semmy schreibt:

    Das ist ja mal eine nette Erfindung. Vielleicht sollte ich mir auch so etwas zulegen, ist sicherlich verlässlicher als die Kollegen im Büro, die selbst regelmäßig das Trinken außer Acht lassen. Ich bin auch gespannt auf weitere Berichte…

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  13. Frau Momo schreibt:

    Nie würde ich dafür 20 Euro ausgeben 🙂 Immer ein kleines Fläschchen dabei haben und zur Not tut es ja auch eine Küchenuhr 😉

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  14. ute42 schreibt:

    So ein Teilchen kannte ich bisher noch nicht 🙂 Klar trinke ich auch zu wenig. Allerdings sagte mir ein Arzt, nach neuester Erkenntnis darf man Kaffee auch mitrechnen. Damit ist mein Problem kleiner geworden 🙂
    LG Ute

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  15. Gedankenkruemel schreibt:

    Was es nicht alles giebt.
    ich finde ihn toll.
    Ich brauche ihn nicht..auch wenn er niedlich ist 🙂
    Denn ich trinke täglich was ich soll.
    Manchmal sogar zu viel und das wirkt sich
    natürlich auf’s Toi gehen aus 🙂
    Entsteht Panik falls keine in der Nähe ist..

    Liebe Grüsse
    Elke

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  16. Frau Nilsson schreibt:

    Oh, so was brauch ich auch! Ich hab darüber in irgendeiner Zeitschrift schon gelesen…Bin gespannt, wie es bei Ihnen weitergeht…Trinken Sie denn immer, wenn er vibriert nur einen Schluck oder ein Glas oder wie?

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  17. minibares schreibt:

    Was es nicht alles gibt, ich staune!
    Ich habe immer eine Flasche hier beim Schreibtisch, trinke aber leider auch nicht so regelmäßig, wie es sein sollte.
    Dir viel Erfolg mit diesem niedlichen Gerät.

    Liebe wassertrinkende Grüsse 😉

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  18. smultronella schreibt:

    Ich bräuchte auch so ein Ding. Und dann einen lieben Kollegen/eine liebe Kollegin, der/die mir das Wasser holt.
    Faulheit lass nach 8)

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