метро

Ich hatte versprochen, ein paar Bilder aus dem Moskauer Untergrund zu zeigen. Naja, so richtig metrofixiert war ich beim Fotografieren in der russischen Hauptstadt im Sommer 2008 nicht.  Vermutlich beschäftigte ich mich zu sehr mit der Suche nach fotogenen Kanaldeckeln. Magere Ausbeute irgendwie. Viele Bilder sind auch nichts geworden, weil es definitiv zu dunkel war und bei Reisen in einer Gruppe leider keine Zeit zum Aufstellen eines Stativs bleibt. Aber Russlandbesuche ohne  betreutes Reisen sind sehr, sehr schwierig 🙄


Die Paläste des Volkes sind sehr großzügig gestaltet  und meist außerordentlich prunkvoll. Es gibt aber auch sachlichere Varianten. Meine Fotos sind in der Partyzanskaya und am Ploshchad´Revolyutsii entstanden (eröffnet im Januar 1944 bzw. 1938 ) und kommen entsprechend heroisch im Sozialistischen Realismus daher.  *schauder*

Der große Führer der russischen Revolution Владимир Ильич Ульянов darf natürlich keinesfalls fehlen und auch die roten Nelken nicht. Schrieb ich schon, dass ich eine Rote-Nelken-Allergie habe? 😉


Chinomso fliegt demnächst nach Moskau. Vielleicht bringt sie uns ein paar schönere Fotos mit, auf denen der russische U-Bahn-Stuck so richtig gut zu sehen ist?

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23 Antworten zu метро

  1. VEB wortfeile schreibt:

    ja, du hast den „edlen“ sozrealismus (uaaahhhh) fotografiert. die statuen wirken monströs, eine wahre megalomanie, die die russen (ähm unsere sowejtbürger ;-)) damals baulich und auch sonst veranstaltet haben.

    das mit den allergischen reaktionen auf rote nelken kannte ich aus einem deiner kommentare bei den fotos von meiner lenin-werkausgabe…

    immer diese zeitreisen ;-).

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  2. tonari schreibt:

    Ein Wunder, dass ich nicht schon beim Fotografieren Pickel bekommen habe 😉
    Unsere verordneten Brüder und Schwestern noch einmal zu besuchen, war irgendwie ein MUSS. 1985 im Studentensommer hatte ich noch keinen so tollen Fotoapparat 😉

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  3. freidenkerin schreibt:

    *Hmpf!* 😉
    Dein neues Blog-Styling finde ich sehr gelungen!

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  4. Himmelhoch schreibt:

    Hallo Tonari, meinst du, dass es den U-Bahn-Prunk noch in seiner damaligen „Schönheit“ noch geben wird? Ich war mehrmals dort – immer auf den Durchreisen war ja Moskau Zwangsstop, aber einmal habe ich auch privat meine Tochter besucht, die dort ihr fünftes Studienjahr an der Lomonossow Mathematik studiert hat.
    Zwiespältig sind meine Gefühle – aber auf jeden Fall freue ich mich, diese Bilder mal wieder zu sehen. – An olle W.I.L. sind wir natürlich auch vorbei-defiliert. Alle anderen mussten stundenlang in der Kälte warten – Reisegruppen durften vor. – Im Soz. wurde doch nur betrogen und Gleichheit für alle gab es auf keinen Fall. – Wie Wortfeile sagt: Megazeitreise!
    Clara

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    • tonari schreibt:

      Die Bilder sind zwei Jahre alt, liebe Clara. Noch putzt man den Prunk. Bei Neubauten wird es nun oder später vermutlich mehr als spartanisch ausssehen.
      Olle Lenin habe ich nie zu Gesicht bekommen. Der hatte immer gerade geschlossen 😉

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      • Himmelhoch schreibt:

        Viel hast du nicht versäumt, eigentlich sah er aus wie aus dem Wachsfigurenkabinett. Ich hatte damals so ein Gefühl wie Leichenschändung, dass da Tausende und Abertausende vorbeigeschleust wurden. Der „arme“ Kerl konnte ja keine Ruhe finden.

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  5. Thor Löwenherz schreibt:

    Liebe Fr. Tonari, ich habe da mal eine Frage: Welchen Schlips trug denn der Владимир Ильич Ульянов, als er das Manifest schrieb? Ich bin mir sicher, Sie wissen die richtige Antwort. Ihr Thor Löwenherz

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  6. Tine schreibt:

    ich fühle mich gerade ein bisschen wie früher…, so versetzt in den real existierenden Sozi. In die riesige Sowjetunion hat es mich damals leider nie verschlagen, bedaure ich schon ein bissl. Das Konfekt von dort war immer so oberlecker!
    (ich will nur mal kurz erwähnen, daß ich gerade eine Berliner Weisse gesüppelt habe, hat mich so angefixt in einem deiner Beiträge vom letzten WE)
    Liebe Grüße aus der Provinz
    Tine

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    • tonari schreibt:

      Zeitversetzung war beabsichtigt, liebe Tine. Drum hab ich die Gruselbilder ja auch geschossen 😉
      Berliner Weiße ist lecker, auch und gerade in der Provinz 😆 Und das Konfekt gibt es heute wieder. Nämlich in den Läden mit russischen Spezialitäten.

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  7. chinomso schreibt:

    Bei einer solchen Ballung von Heldenfiguren bekomme ich ein komischen Gefühl in der Magengegend. Und von den roten Nelken juckt mir die Nase und die Augen tränen.

    Aber klar doch:
    ES LEBE DIE DEUTSCH – SOWJETISCHE FREUNDSCHAFT
    DRUSCHBA
    *Abgang*
    Im Urlaub werde ich Gelegenheit haben, allein durch Moskau zu stromern, denn die Gruppe fährt zu bestimmten Orten, wo ich mehrfach schon war. Das gibt mir dann die gruppenlose Freizeit. Fotos sind euch sicher.

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  8. Anna-Lena schreibt:

    Wieder jemand, mit neuem Sommerlayout :-). Gefällt mir gut, liebe tonari.
    Und deine Moskaubilder natürlich auch. Dahin hat es mich noch nicht verschlagen.

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  9. paradalis schreibt:

    Vielen Dank, liebe Tonari, für diese Einblicke!
    Moskau ist eines meiner erklärten Reiseziele, ich schaffe die Reise dahin sicher irgendwann. Nur wann, steht noch in den Sternen.
    Also – lieben Dank für diese Fotos.
    LG!
    🙂

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  10. Frau Momo schreibt:

    Dein Layout finde ich auch klasse. Diese U-Bahn-Stationen sind ja schon sehr speziell. Ich war noch nie in der Sowjetunion, bei uns standen ja Schüleraustausche in die USA deutlich höher im Kurs 🙂

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  11. Emily schreibt:

    Die Statuen wirken gigantisch und bedrückend zugleich. Ich war noch nie in Moskau und habe derartige Statuen auch noch nie so gesehen. Danke für die Einblicke!

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