Waldschlößchenbrückenbaustellenbiberbesuch

Vom Dixiedampfer aus hatten wir am vergangenen Freitag einen vorbeifahrenden und verregneten Abendblick auf die Baustelle der nicht unumstrittenen Waldschlößchenbrücke geworfen.

Waldschlößchenbrücke Mai 2010

Na klar, dass uns am Sonntag die Neugier noch einmal dorthin und näher ans Geschehen trieb. Hatte doch besagtes Projekt wenige Tage zuvor mal wieder Schlagzeilen gemacht.  Sogar von Baustopp war die Rede gewesen. Ein Elbe-Biber soll sich dort listigerweise sein privates Schlößchen seine Burg gebaut und somit den Brückenbaugegnern tierische Argumente gegen die Errichtung geliefert haben.

Sensationsreporterin Tonari hat wagemutig kein Risiko gescheut, um für Euch hinter die Brückenkulissen zu gucken und folgendes entdeckt:

Was für ein unaufgeräumtes Wohnzimmer. Kaum zu glauben, dass sich dort der berühmte Baustellenbehinderer biberwohlfühlen soll. Mal abgesehen vom Baulärm nebenan 😉 Sieht eher aus wie eine Teenagerbude mit ganz viel Treibgut 😆

Insofern musste ich heute schmunzeln als ich las, dass die Naturschutzbehörde bei einer erneuten Kontrolle keine Tierchenansiedelung mehr feststellen konnte. Ein Schelm, wer hier an eine medienwirksame Aktion unter Zuhilfenahme des Feldhamsterverleihs (Ihr Serviceanbieter in Sachen Blockaden durch Naturschutz!) denkt 😆

Waldschlößchenbrücke Mai 2010

Es kann also weiter gehen mit dem Bauvorhaben…

Waldschlößchenbrücke Mai 2010

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6 Antworten zu Waldschlößchenbrückenbaustellenbiberbesuch

  1. stefanolix schreibt:

    Ich versuche mir ja manchmal einzureden, dass dieses furchtbar hässliche Bauwerk erst die Behelfsbrücke ist und dass irgendwann die richtige gebaut wird 😉

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  2. Frank schreibt:

    „“nicht unumstrittene Waldschlößchenbrücke“ ist übrigens eine zu freie Umschreibung. Korrekt muss es immer „die umstrittene Waldschlösschenbrücke“ heißen. Einfach nur „Waldschlösschenbrücke“ zu schreiben geht beispielsweise gar nicht – den Eindruck erhält man zumindest, wenn man Artikel in der Zeitung verfolgt.

    Ich fand es übrigens witzig, dass Treibgut mal schnell zur Biberburg umdefiniert wird, nur weil mal kurz ein Biber darin gesessen hat (Biberburgen sehen normalerweise anders aus). Aber in Dresden bekommen Belanglosigkeiten immer gleich eine viel größere Dimension, wenn sie auch nur entfernt mit der Brücke in Verbindung gebracht werden können.

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  3. Himmelhoch schreibt:

    Das ist also dieses Bauwerk, weswegen Dresden auf seinen Kulturstadt-Status verzichtet hat.

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    • Frank schreibt:

      1. Nein, das ist noch nicht das Bauwerk, sondern nur sein momentaner Bauzustand. Warten wir es doch erstmal ab, bis es fertig ist.

      2. Dresden hat nicht auf einen „Kulturstadt“-Status verzichtet, sondern bestenfalls auf einen „Weltkulturerbe-Titel. Kulturstadt ist Dresden immer noch, wobei ich als geborener Dresdner da keinen Lokalpatriotismus habe und zu Diskussionen bereit wäre.

      3. Dresden hat nicht auf diesen WKE-Titel verzichtet, sondern wurde eher von Brückengegnern erpresst. Dass der Titel futsch ist, ist allein der „Verdienst“ Brückengegnern: Die Brücke war bei der Titelvergabe der UNESCO bekannt, und zwar grundsätzlich im jetzt gebauten Zustand und am richtigen Ort (was in Wikipedia etwas anders angedeutet wird). Dass die UNESCO später, nach Baubeginn plötzlich ihre Meinung änderte, lag an der Intervention eines erbitterten Brückengegners, der bei der UNESCO:

      http://forum.dnn-online.de/showthread.php?t=41

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  4. Pingback: Die Brücke ist schuld: Dresden verliert den Status als Welterbe « Ponton's Brücken

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