Santa Barbara

Eigentlich wollten  wir heute so viele Kilometer wie möglich gen Monterey schaffen. Uneigentlich bleiben wir in  Santa Barbara länger als geplant einige Zeit hängen.

Nach einem kleinen Stadtbummel in sehr mediteranem Flair – man bezeichnet die Gegend auch als American Riviera

folgte ein kombiniertes Frühstücksmittag. Bei mir mit getoastetem Weißbrot, Zimt, Puderzucker, Ahornsirup und frischen Erdbeeren. Die  Butter hab ich nicht gebraucht.

Beim Bummeln trafen wir auf fleißige Menschen aus Metall, die auch am Sonntag pausenlos arbeiteten,

auf Fahrradpolizisten, die Kids maßregelten, weil sie trotz Verbotes mit dem Skateboard auf dem Gehweg unterwegs waren

ertappt - ermahnt

und an der Wharf auf fotogene Tierchen. Nicht ausgestopft und angebunden, sondern frei schwimmend.

Nicht vorenthalten möchte ich natürlich, was sich unter den unspektakulären Straßenkappen mit der Aufschrift Watermeter verbirgt: Frau Tonari konnte mal wieder nicht widerstehen und musste das Deckelchen anlüften der schnöde Haus-Wasserzähler. Frostsicherheit in dieser Gegend garantiert 😉

amerikanischer Wasserzähler

xxx

Ich habe heute den ganzen Nachmittag überlegt, ob ich dieses Foto zeigen soll und ich habe mich nun bewusst dafür entschieden. Santa Barbara ist die teuerste Wohngegend in Kalifornien. Man sieht, dass Geld im Stadtsäckl ist. Sehr gepflegt alles und wirklich wunderschön. Zum Wohlfühlen. Aber wo Licht ist, ist eben auch Schatten. Und hier wurde das ziemlich deutlich. Auffällig viele, viele Obdachlose zogen durch die Straßen. Manche bettelten, andere nicht. Sie störten nicht, sie drängten sich nicht auf, sie waren einfach allgegenwärtig und präsent. Ihr Hab und Gut hatten sie entweder im Einkaufswagen (Ausnahme) oder aber in Rollenkoffern (Mehrheit) dabei.  Die Polizeit kontrollierte hin und wieder Papiere. Verjagt wurden die Menschen nach unseren Beobachtungen nicht.

Wo Licht ist, ist auch Schatten.

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6 Antworten zu Santa Barbara

  1. Andrea schreibt:

    was für ein (farbiger) Unterschied zu den bisherigen Fotos – keine Wüste mehr! 😯 😉

    Die ermahnten Jungs stehen ja richtig bedröppelt da 😉

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  2. april schreibt:

    Ich finde diese krassen Unterschiede sehr traurig, auch wenn ich Freidenkerins Fotos von heute angucke, Anwesen, die zig Millionen kosten und dann solch eine Armut …

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  3. Renee schreibt:

    danke für das Schattenbild – auf so eins habe ich gewartet, denn das habe ich ich in 2 jahren flickr sehr oft von meinen amerikanischen flickr-freunden gesehen. sie sind auch bestürzt über den krassen unterschied zwischen arm und reich und oft halten sie dies dokumentarisch fest.
    wenn ich das richtig mitbekommen habe, da hat Obama erst mal ein diskussionsvorschlag zur abstimmung vorlegen müssen, damit dann bei zustimmung über eine gesetztesvorlage diskutieren zu dürfen.
    dieser antrag wurde zwar angenommen, aber es gab auch gegenstimmen. und um was für einen antrag ging es?
    Um die Einführung einer staatlichen Krankenkasse.
    Man nenne mir bitte nur einen vernünftigen Grund, der mir plausibel erklärt, wieso man gegen die Bekämpfung der Armut ist?

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  4. tonari schreibt:

    @ Andrea
    Offensichtlich haben sie vor den Gesetzeshütern noch gebührenden Respekt.

    @ April
    Ich ahne, in die Nähe gelangen wir auch…

    @ Renee
    Das Foto hat mich wirklich ganz, ganz viel Überwindung gekostet. Ich mag die Kamera eigentlich nicht auf offensichtliches Elend halten. nsofern ist das Foto mein kleines geschenk an Dich.
    Ich denke, seine Persönlichkeitsrechte bleiben gewahrt, zumal er kaum zu erkennen ist. Die s/w-Darstellung war dann mit Absicht ausgewählt.

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  5. chinomso schreibt:

    Das ist mir in New York auch übel aufgestoßen. In der U-Bahn sah ich einen Obdachlosen der hatte sich aus Astgabeln Krücken gebaut hatte. Sowas habe ich nicht mal in Afrika gesehen, wo ich es eher erwartet hätte.

    Das macht mich dann bei aller Begeisterung wieder traurig. Ein so reiches Land und soviel Elend. Gerade wenn es um die Gesundheit geht.

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  6. Pingback: Frau Tonari

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