am Rande des Abgrunds

Wir haben gestern in Flagstaff ein Hotel gesucht und dort gleich für zwei Nächte eingecheckt. Und wenn man sich nicht merkt, bis wann Breakfast zu haben ist und bummelt ohne Ende, dann muss man eben ohne Frühstück aus dem Haus 😉

Die knapp 80 Meilen (130km)  bis Grand Canyon Village schafften wir gemütlich in zwei Stunden. Schneller geht es leider wegen der Geschwindigkeitsbeschränkungen am Wegesrand nicht. Am Eingang zum Nationalpark wurde das erste Mal während der bisherigen Tour per Vergleich  mit meinem Reisepass geprüft, ob uns der Nationalparkpass auch gehört.  Diesen „America the Beautiful – National Parks and Federal Recreational Lands Pass – Annual Pass“ haben wir gleich zum Anfang der Reise im Yosemite gekauft. Er kostet derzeit 80 $, gilt für alle Nationalparks der USA und ist ein Jahr gültig. Bei einer solchen Tour wie wir sie machen, rentiert sich die relativ hohe Summe ziemlich schnell. Die einzelnen Parks erheben pro privatem PKW Eintrittspreise zwischen 10 und 25 Dollar. Die gelten dann zwar für 7 Tage, aber nur für diesen einen Park. (Bei uns wären das bisher Yosemite=20$, Death Valley=20$, Zion=25$, Bryce=25$, Arches=10$ und Grand Canyon=25 $ bzw. in Summe 125$. ) Das war ein Servicehinweis für diejenigen, die sich auch einmal auf einen Nationalparktrip begeben wollen.

Zurück zum Canyon aller Canyons. Er ist nun mal der Größte, beeindruckend weit und tief und zugleich ein unheimlich divenhaftes Fotomotiv;-) Der Ausblick ist atemberaubend, kommt aber auf den Fotos in all seiner Unbeschreiblichkeit und Faszination nicht zur Wirkung. Übrigens auch kaum auf den Panorama-Postkarten, die ich gesehen und natürlich auch gekauft habe.

Wir waren am Südrand unterwegs, dem South Rim. Und dank des wunderbaren blauen Himmels und Sonne satt, konnten wir auf ca. 2.100m Höhe immerhin noch gute 13°C genießen.

Gelegentlich kreisten die Geier Raben über uns. Nachdem wir schon mutmaßten, dass man wohl demnächst den Weißkopfadler im Staatswappen durch Raben ersetzen muss, weil sie häufiger vorkommen, lernten wir im Visitor Center, dass diese tatsächlich hier hergehören.

An der gut ausgeschilderten Strecke entlang der Route 64 gibt es mehrfach Möglichkeiten, von Viewpoints  in die Schlucht zu sehen. Manche wirklich hart am Rande des Abgrunds. Leider war der Grandview wegen Straßenbauarbeiten gesperrt. Am Desert View befindet sich ein  21m hoher Aussichtsturm, der von der amerikanischen Architektin Mary Elizabeth Jane Colter entworfen und 1932 eröffnet wurde. Man kann ihn besteigen, dann allerdings nur noch durch Glasscheiben fotografieren.

 

Watchtower am Desert View

Das Innere des Turmes wurde mit vielfältigen Wandmalereien des Künstlers Fred Kabotie, einem Hopi-Indianer, verziert.

 

Wandmalerei im Desert View Watchtower

Und so sieht er aus, der Blick in den Grand Canyon am Desert View. Hier ist auch der Colorado gut zu sehen und wenn nicht zu viel Dunst über der Schlucht liegt, kann man sogar einige Stromschnellen erkennen.

 

Grand Canyon am Desert View

Mir hat der Grand Canyon gut gefallen und ich bin auch nicht enttäuscht, muss aber gestehen, dass ich vom Bryce Canyon begeisterter bin.

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9 Antworten zu am Rande des Abgrunds

  1. cata schreibt:

    Sach‘ ich doch… 😆 😆 😆
    Wir sind eben doch seelenverwandt.

    Liebe Grüße
    cata

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  2. Frau Momo schreibt:

    Die Bilder sind einfach faszinierend. Ich glaub, ich würde da auch gerne mal hin. Ist doch was anderes als Iowa, wo ich damals war 🙂

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  3. Renee schreibt:

    der Turm gefällt mir sehr gut.
    die Bilder sind atemberaubend und ja, sie fassen die Faszination der Natur nicht zusammen.
    mir düngt als seinen langzeitaufnahmen eine alternative, um die strukturen der felsformationen zu verdeutlichen …

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  4. Samantha schreibt:

    Ohio hat aber auch sehr schoene gegenden, das wollte ich nur mal sagen. *zwinker*

    danke fuer all die tollen bilder die du uns hier zeigst.

    lg
    Sammy

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  5. Lilie schreibt:

    Die Wandmalereien faszinieren mich fast noch ein wenig mehr als die berauschenden Naturaufnahmen …
    Toll!
    Liebe Grüße
    Iris

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  6. april schreibt:

    Wow. *seufz* Toll.

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  7. tonari schreibt:

    @ Cata
    Schwestern im Geiste eben 😉

    @ Frau Momo
    Die Reise war auch ein lang gehegter Wunsch von uns.

    @ Renee
    Hab ich probiert. Macht es aber nicht wirklich besser. Die Sonne ist einfach zu intensiv. Vielleicht wären ein paar Wölkchen gut gewesen. Und eventuell kann ich zu Hause über die Bildbearbeitung noch was machen.

    @ Samantha
    Glaub ich dir sofort 😉

    @ Lilie
    Man muss aber wissen, dass das Auftragskunst ist 😉

    @ April
    Ich seufze auch jeden Tag nach dem Wow. 🙂

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  8. chinomso schreibt:

    Ich denke, je mehr ich hier von dir lese, dass meine Kamera und ich sowas auch mal live & in Farbe sehen wollen.

    **Sparstrumpfauskipp*

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  9. freidenkerin schreibt:

    Was für herrliche Bilder! Ich schwelge förmlich in deinen Aufnahmen! 😀 Und würde am liebsten ins nächste Flugzeug steigen und zurück düsen in die USA… 😉
    Wünsche dir und dem besten aller Reisebegleiter einen guten, ungestörten und ruhigen Flug zurück in die Heimat. 🙂

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