steinerne Monumente

Im Motel gab es zur Feier des Tages leider nur gefärbtes Wasser anstelle eines ordentlichen Kaffees. Und so fiel ein Frühstück aus, denn wir wollten möglichst zeitig noch einmal in den Arches National Park.

Zumindest für den Landscape Arch liest am allerorten, dass man sie nur in den ganz frühen Morgenstunden gut fotografieren kann. Kann man auch nur, es sei denn man greift zu Trick 17. Ansonsten bleibt wohl nur die Übernachtung im Zelt ganz in der Nähe und eine Wanderung im Morgengrauen 😉

Mein Trick 17 war, die Kamera so zu positionieren, dass der Schatten eines kleinen knorrigen Bäumchenstammes auf das Objektiv fiel. Geht vermutlich auch nur im Winter, wenn die Sonne so tief steht. Und, tadaa, Tonari proudly presents:

Vor 18 Jahren ist ein Stückchen herausgebrochen. Seitdem darf man nicht mehr unter ihm hindurch. Aber der Blick aus angemessener Entfernung war imposant  genug.  Der Bogen gilt als einer der größten Steinbögen der Welt. Seine Spannweite liegt bei 290.1 ± 0.8 feet bzw. 88,4 Metern.

Die Fahrt bis ins Monument Valley war weitgehend unspektakulär. Wilson Arch sprang uns nahe der Route 191 direkt vor die Knipse

und den Mexican Hat haben wir natürlich nun auch im Gepäck auf der Festplatte.

In der Navajo Indian Reservation angekommen, stand die Sonne schon ziemlich tief, was die Riesen besonders gut ins Abendlicht brachte.

Keine Ahnung, wie dieser Brocken heißt. Erinnert mich an eine Hand 😉 Vielleicht bekommen wir es morgen heraus, wenn wir das Visitor Center  wegen eines Lageplanes ansteuern und danach das Tal erkunden.

Und, ich kann mein Glück kaum fassen, die Gouldings Lodge mitten im Valley ist um diese Jahreszeit nicht besonders ausgebucht und zudem bezahlbar.  Für ADAC-Mitglieder gibt es noch einmal einen Rabatt auf dem Zimmerpreis. So sieht er aus, unser Blick vom Balkon:

Was Herr und Frau Tonari allerdings zuvor nicht bedacht haben, ist die nicht vorhandene Möglichkeit, in einem Indianerreservat ein Tröpfchen Wein oder Sekt im Restaurant trinken oder gar in einem Laden kaufen zu können. Mangels guter Vorbereitung teilen wir uns also gerade ein Büchschen Budweiser, das sich noch im Kofferraum fand. Und sind uns nicht sicher, ob wir damit gegen geltendes Recht verstoßen  😉 Die Einfuhr von Alkohol in Reservate ist, wie ich nun weiß, nämlich verboten.

Ja, ich weiß, man kann auch ohne Alkohol einen netten Abend haben.

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14 Antworten zu steinerne Monumente

  1. cata schreibt:

    Ist ja toll, dass der Landscape Arch immer noch steht. Da haben wir vor nunmehr 13 Jahren schon gedacht, dass er es nicht meht lange tut. Aber der Begriff „lange“ ist im Leben einer Steinbrücke wahrscheinlich anders zu verstehen, als bei uns Menschen 😉

    Was für ’ne tolle Unterkunft, so direkt im Valley *Neid* 😉

    Ich fahr in Gedanken die Strecke immer mit euch.

    Das mit dem Alkohol wußte ich auch noch nicht. Geht diese Bestimmung von den Indianern aus oder von der Regierung (zur Vermeidung pausenlos besoffener, weil frustrierter Bewohner)?

    Liebe Grüße
    cata

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  2. ruediger schreibt:

    Immerhin Budweiser. 🙂

    Der Blick vom Balkon ist fantastisch.

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  3. Renee schreibt:

    wahnsinns ausblick, klasse bilder 😉
    darf ich ein fotowunsch äußern? wündest du mal ein paar people knipsen, so quasi aus der hüfte heraus 😉

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  4. Lucie schreibt:

    Das ist ja mal eine tolle Aussicht! *neidisch schau*
    So tolle eindrücke könnt ihr dort erleben. Danke für die sensationelle Berichterstattung!

    Vlei Spaß noch und liebe Grüße
    Lucie 🙂

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  5. tonari schreibt:

    @ Cata
    Ich glaube, das hat der Stammesrat für die Navajo so festgelegt.

    @ Ruediger
    Leider kannst Du das Budweiser hier nicht mit dem Tschechischen vergleichen 😦

    @ Renee
    Du meinst hier im Reservat? Kann es versuchen, aber nichts versprechen. Ich rücke den Menschen nicht so gerne mit der Kamera auf den Leib und insbesondere die Indianer sind da aus religiösen Gründen vielleicht nicht so gut drauf zu sprechen.

    @ Lucie
    Über die Aussicht kriege ich mich hier auch kaum ein. Der heutige Sonnenaufgang war so genial…

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  6. Manuela schreibt:

    Was für ein wundervoller Anblick vom Balkon aus. Erinnert mich stark an eine Landschaft die man in alten Western John Wayne, Kirk Douglas und Co.) sehen kann.

    Auch die „Hand“ erscheint seltsam vertraut. Mag aber an meinem Faible für Landschaften liegen.
    Wenn Sie sich ein Büchsen Bier teilen, dann darf ich vermuten dem Gatten geht es wieder besser ?

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  7. Renee schreibt:

    *daumendrück* vielleicht macht ja einer eine ausnahme 😉

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  8. tonari schreibt:

    @ Manuela
    Es geht langsam aufwärts. Wobei Bier meinem GöGa immer schmeckt. Wirkliche Sorgen muss ich mir erst machen, wenn er keines mehr will 😉

    @ Renee
    Leider muss ich Dich enttäuschen. Natur allerorten, Menschen kaum. Ein Glück für uns, aber nicht gut für Deine Wunscherfüllung. Die meisten Kontakte hat man im Hotel. Im Monument Valley selbst bitten die Bewohner schon vor ihren Unterkünften schriftlich darum, nicht zu fotografieren. Kann ich verstehen. Ich möchte auch nicht das Gefühl haben, in einem Zoo zu leben. Unterwegs gab es Kontakt zu einer Navajo, die wir per Anhalter mitgenommen hatten, aber ich habe mich nicht getraut, sie um ein Foto zu bitten. Falls Du erwartet haben solltest, dass auch nur irgendjemand in Indianerkleidung durch die Gegend läuft, muss ich Dich enttäuschen. Jeans und T-Shirt, wie andere Amerikaner auch. Und ansonsten kann man nur an der dunklen Hautfarbe erahnen, dass es sich um Navajos handeln könnte. Ebensogut könnten es auch Mexikaner sein.

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  9. Ruthie schreibt:

    Wie ge*l! Das hat was. Absolut!

    Amerikanisches Budweiser ist eher wie Radler, gell? 😉

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  10. Pingback: Arches « Vivis Shabbaton Blog

  11. Vivi schreibt:

    habe dich auch hier zu mir mitverlinkt. Den anderen Teil ausser Arches, der wird irgendwann auch bei mir auftauchen. Danke dafuer, dass du auch so schoene Bilder mitbringst.

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  12. hirnwirr schreibt:

    Ich schmachte! diesen Teil eurer Reise habe ich 1988 gemacht, viel zu lange her!

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  13. mcralf schreibt:

    Wir hatten damals im Monument Valley einen Stromausfall, der die ganze Nacht andauerte. Dunkel, dunkler, dunkelst und totenstill…

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