Cable Car

Wenn man in dieser Stadt nicht wenigstens einmal mit einer Cable Car gefahren ist, hat man definitiv was verpasst. Etwas versäumt hat man allerdings auch, sollte man sich nicht den Besuch des Cable Car Museums ganz dick auf die MUSS-ICH-GUCKEN-Liste geschrieben haben.

Und so hocke ich gerade neben der rumpelnden Waschmaschine der Gäste-Laundry im Hotel, warte darauf, dass sie fertig wird und berichte nebenbei einfach mal über unsere heutige Museumstour.

Gripman

The Gripman

Fragt man einen Gripman oder Bremser bzw. Conduktor nach dem Museum, dann strahlen sie und sagen gerne Bescheid, wo man aussteigen muss. Mason-/ Ecke Washington Street nämlich. Eintritt wird dort nicht verlangt, ein Spendentöpfchen hängt aber bereit.

Cable Car Museum 1

Cable Car Museum San Francisco

Das alte Backsteingebäude selbst ist eine gelungene Mischung aus Ausstellung und tatsächlich benötigtem technischem Equipment zum Betreiben der Cable Cars. Hier befindet sich nämlich die Antriebsstation der Bahnen, eine Werkstatt und die „Garage“.  Und so kann der Besucher mit einem Auge ganz viel Interessantes & Historisches erfahren und mit dem anderen den Angestellten bei der Arbeit zu sehen 😉

Von einer Art Galerie aus sieht man, wie die dicken Endlos-Kabel der verschiedenen Linien über Antriebs- und Umlaufräder geführt und mit Motorkraft angetrieben werden. Die Kabel haben unterschiedliche Längen: beispielsweise für die California Street 21.500 feet, oder für die  Powell Street 9.500 feet.  Die Kabel, die unter der Straße geführt werden, bewegen sich mit einer Geschwindigkeit von 9,5 Meilen pro Stunde.  Aber ich verliere mich gerade in technischen Details 😉

Cable Car Museum 2

Das Herzstück der Cable Cars

Auf Schautafeln wird verbal und mittels Zeichnungen das technische System erklärt. Daneben befinden sich alte Wagen und Sitzbänke, viele Fotos und zahlreiche Modelle der Bahntypen.  Zerschlissene und neue Kabel hängen zur Veranschaulichung neben Werkzeugen. Das Antriebssystem wird erläutert und auch beschrieben, wie man ein defektes Seil entdeckt und was der Austausch an Aufwand dann bedeutet. Je nach Beanspruchung hält ein Kabel zwischen 75 und 250 Tagen.

Cable Car Museum 3

Schema eines Greifers

Alte Fahrkarten bzw. Token gibt es zu bewundern. Man kann einen Film ansehen, man kann sich auch im Museumsshop ein Stückchen Cable kaufen. Leider haben wir keinen Flyer oder Guide gefunden, der alles dort  Gesehene und Erklärte noch einmal zum Nachlesen beinhaltet.

Im Museum gibt es beeindruckende Bilder vom großen Beben in San Francisco im Jahre 1906. Unter anderem eines, auf dem die Gleise der Cable Car mit scheinbarer Leichtigkeit völlig verschoben sind.  Auf Wandtafeln konnten wir lesen, dass der Bürgermeister 1947 die Cable Cars abschaffen wollte. Im Grunde genommen ist es einer Frau namens Friedel Klussmann zu verdanken, dass die Bahnen heute noch  im Stadtbild zu finden sind. Sie gründete eine Art Bürgerinitiative und erzwang eine Volksabstimmung über den Erhalt des Verkehrsmittels.

Heute betreibt die Stadt noch drei Linien.  Nach unseren Beobachtungen werden sie nicht nur von den Touristen, sondern auch von Einheimischen genutzt.

Wer noch mehr wissen möchte, dem sei dieser Artikel empfohlen.

Cable Car

im Straßenbild

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12 Antworten zu Cable Car

  1. Renee schreibt:

    danke 😉
    auch wenn das kleine schwarze nur I-Net kann, so kannst du viel mehr und hast mich wieder mitgenommen 😉 danke auch für die bilder 😉

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  2. Töchterlein schreibt:

    Wie läufts eigentlich mit euerm Englisch? 🙂

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  3. Töchterlein schreibt:

    Ne, der Smiley ist ja gemein xD Sollte eigentlich n nett lächelnder Standartsmiley sein, aber der hier hat sowas sich lustigmachendes…

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  4. freidenkerin schreibt:

    Danke für deinen Reisebericht! Wenn das budgetmässig ginge, einen Abstecher von Florida nach San Francisco zu machen, würde ich zum guten Freund Timo sagen: Auf, lass uns nach Kalifornien durchstarten, bis zum 16. November… Das Cable-Car-Museum würde dann in jedem Falle auch auf meiner To-Do-Liste stehen…
    Liebe Grüße! 😀

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  5. tonari schreibt:

    @ Renee
    Muss ich schreiben, wie glücklich ich über das Teil bin? Und auch im zweiten Hotel gibt es WLAN. *freu*

    @ Töchterlein
    Bisher sind wir bestens klar gekommen. Ich staune, was ich alles verstehe und vor allem selbst sagen kann 😉 Hab eben sogar einen saftigen 2-Nächte-Rabatt herausgeschlagen 😆

    @ Freidenkerin
    SF braucht mehr als ein paar Tage. Unsere vier Nächste waren definitiv zu kurz. Zum Glück sind wir zum Ende des Urlaubs noch ein wenig dort.
    Und Timo würde sich dort sehr, sehr wohlfühlen 😉

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  6. freidenkerin schreibt:

    Ach, der hat gestern wieder so am Rad gedreht, daß ich am liebsten alles hinschmeissen würde. 😦

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  7. tonari schreibt:

    @ Freidenkerin
    Keep cool und verbuch es einfach unter Reisefieber 😉

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  8. freidenkerin schreibt:

    Wenn er jenseits des Großen Teiches weiter so rumzickt, fahr ich ihn ins nächste grobe Schwulenviertel und setz ihn dort aus. *ggg* 😉

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  9. chinomso schreibt:

    Na, wenn die gute Friedel Klussmann mal keine Deutschstämmige war!! Da fress ich doch fast nen Besen.

    Da kannste doch mal sehen…..**schmunzel**

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  10. Inch schreibt:

    Ein Hoch auf Friedel Klussmann. Dankt man ihr den Erhalt der Cable Cars wenigstens mit einem Denkmal? Ich meine, die bauen doch da gern für alles Mögliche Denkmale (mäler?)

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  11. mcralf schreibt:

    Die beste Position ist außen auf dem Tritt. Mit einer Hand festheben, mir der anderen fotografieren 😎

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