Kick und Stresstest

Ob man an der Rezeption des „Park Inn“-Hotels am Alexanderplatz den ankommenden Gästen mitteilt, dass bei den Räumen mit Blick zum Fernsehturm gelegentlich jemand an ihrem Zimmerfenster vorbei fallen oder gar laufen kann? Ob es gar einen Rabatt dafür gibt, denn immerhin geht das auch schon mal mit markigem Geschrei einher.

vor dem Fall

Insbesondere bei gutem Wetter scheint sich das Geschäft zu lohnen es Leute zu geben, die sich diesen Kick 99 € etwas kosten lassen, um aus 125 Metern Höhe in die Tiefe zu stürzen.

freier Fall

Für die Gemächlicheren Anderen gibt es die Geher-und-Steher-Variante, auch House Running genannt. Dauert länger und ist 30 € günstiger.

zu Fuß

Könnte man eigentlich doch auch gleich mit einer Fensterputzaktion verbinden, oder?

zu Fuß_2

Und währen die einen ihre Nerven gezielt zum Flattern bringen, lauern die anderen unten, um ahnungslosen (?) jungen Menschen einen Persönlichkeits – pardon – Stresstest aufzuschwatzen.

Stresstest

In diesen Tagen ist wegen der Leichtathletik-WM sehr viel internationales Publikum in der Stadt. Wen wundert es, wenn die Seelenfänger von Scien*tology ihre Machwerke dann auch in etlichen Sprachen parat haben und hübsche Mädels oder Jungs als Lockvögel benutzen. Ich weiß ja nicht, was die junge Frau gefragt hat, aber wenn parallel dazu Menschen kreischend vom Hoteldach fallen, schlägt wohl jedes Messgerät aus. Soll es ja auch 😉

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3 Antworten zu Kick und Stresstest

  1. april schreibt:

    Ooops, ich wollte gerade schreiben, dass das interessante Architekturaufnahmen sind (sind es auch), da sah ich die ‚Männekes‘.

    Ich fände es seltsam, wenn plötzlich einer an meinem Zimmerfenster vorbei fiele. Nein, ich würde mich wahsinnig erschrecken und vielleicht 112 wählen – ‚Selbstmörder‘ vom Dach gefallen.

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  2. freidenkerin schreibt:

    Oh, ja, da würde ich wahrscheinlich auch geschockt die Notfallnummer wählen.
    Man könnte für die Houserunners ja spezielle Puschen anfertigen, mit Sohlen aus Fensterleder. Und dann könnte man in der Tat den Nervenkitzel mit der Gebäudereinigung verbinden. 😉
    Hmmmm! Es gibt doch nix Schöneres als fehlende Vorhänge an großen Fenstern. So kann ich jetzt ganz ungeniert den leckeren jungen Mann schräg gegenüber bei der Hausarbeit beobachten. *ggg* 😉 Moment, ich guck grad mal kurz durchs Fernglas… Oh, ja, der wär eine Sünde wert, der sieht aus wie ne Mischung aus Johnny Depp und Tom Hanks…
    Ich bin kein sonderlich schadenfroher Mensch, aber bei der Mitteilung vor einigen Wochen, daß angeblich etliche Scientology-Kerle aus der obersten Führungsriege ausgestiegen sind, konnte ich mir ein triumphales Grinsen nicht verkneifen.
    Liebe Grüße!

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  3. tonari schreibt:

    @ April
    Ich habe auf der hp des Hotels nur einen Werbelink der Absprung-Base gefunden, aber keine Hinweise auf den möglichen Schock, den ahnungslose Gäste erleiden könnten 😉 Von Rabatten in „Vorbeifall- oder Vorbeilaufzimmern“ ganz zu schweigen 😉

    @ Freidenkerin
    Nicht wahr, für die Hotelwandherablatscher könnte man ganz spinnerte Ideen entwickeln.

    Nacktputzer? 😆

    Ich staune immer wieder, dass es noch Menschen gibt, die auf so eine Masche hereinfallen. Aber wie sagte Tucholsky so treffend: „Der Mensch hat zwei Beine und zwei Überzeugungen: eine, wenn’s ihm gut geht und eine, wenn’s ihm schlecht geht. Die letzte heißt Religion.“

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