einmal Pillnitz und zurück

Nach dem Gründonnertagsausflug nach Meißen wollten wir den Karfreitag wieder in Dresden verbringen und es ein wenig langsamer angehen lassen. Beim Töchterlein stellte sich nämlich so etwas wie Kulturmüdigkeit ein. Marina war vermutlich zu höflich, um auch zu murren.

Unser Plan bestand darin, das Auto stehen zu lassen und mit dem Bus bis Pillnitz zu fahren und von dort zur Ferienwohnung zurück zu laufen. GoogleMaps prognostizierte eine Entfernung von 8,8 km und donnerwetter.de herrlich sonniges Frühlingswetter. Dann also los.

Während der 15minütigen Busfahrt wurde die Toleranz meiner Geruchsnerven ziemlich stark beansprucht. Unglaublich, wie manche Mitmenschen bereits am Vormittag „duften“.

Von der Bushaltestelle führte uns der zunächst nicht ausgeschilderte Weg über einen riesengroßen Parkplatz zu einer Allee, Maillebahn genannt, die direkt in der Parkanlage des Pillnitzer Schlosses mündete. Zunächst wollten wir natürlich die berühmte japanische Kamelie sehen, die trotz ihres stattlichen Alters von ca. 230 Jährchen gerade in voller Blüte stand. Fünfunddreißigtausend rote Blüten, ungefüllt und nicht duftend waren uns angekündigt. Für einen Euro Eintritt konnten wir in das mobile Glashaus eintreten und der alten Dame sehr nahe kommen.  Der Rundgang über zwei Ebenen  ermöglicht nämlich auch einen Blick von oben, der im Sommer nicht möglich ist. Nachgezählt haben wir die Blüten natürlich nicht 😉

kamelie

Das Töchterlein verzichtete danach auf die Innenbesichtigung des Schlosses, eroberte sich eine halbschattige Parkbank und gab sich ganz dem Studium der E-Technik hin.  Marina und wir besichtigten in der Zwischenzeit  die zugänglichen Räume des Schlossmuseums. Ein bisschen enttäuschend, denn bis auf die Königliche Schlossküche und die  Katholische Kapelle ist noch nichts rekonstruiert und eher in einem erbarmungswürdigen Zustand.   Das Kunstgewerbemuseum im Berg- und Wasserpalais ist leider von November bis April geschlossen.

Anschließend sind wir noch ein bisschen durch den Hof der Anlage geschlichen, haben das Schloss von der Wasserseite aus betrachtet und uns dann zum nahegelegenen Anleger der Pillnitzer Elbfähre begeben, um auf die andere Seite des Flusses zu gelangen. Himmel und Menschen waren an diesem Tag unterwegs und wollten teilweise mit Fahrrad oder sogar im Auto übergesetzt werden. Die zwei freifahrenden Fähren hatten gut zu tun.

Auf Schusters Rappen liefen wir dann am sich schlängelnden Elbufer entlang  bis zum Blauen Wunder, der berühmten Dresdener Brücke, zurück. Rechts die Elbe mit ihren Raddampfern, Ruderern und Sportbootfahrern. Links die Häuser mit ihren Hochwassermarkierungen aus dem Sommer 2002 bzw.  erholungssuchende Elbwiesenbenutzer. Mal als Wiese, mal gepflastert oder geteert muss man sich den Weg  mit den Radfahrern und Skatern teilen. Nicht ganz ungefährlich für alle  😉

an-_der_elbe

An der blauen Loschwitzer Brücke gab es für uns zur Belohnung Abkühlung  ein Eis zum Schlecken 😉 und dann war es auch nicht mehr weit bis in unsere Wohnung auf  Zeit.

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