Tag der offenen Tür

Gestern hatte Marinas Gymnasium von 10 bis 13 Uhr zum traditionellen Tag der offenen Tür eingeladen. Insbesondere den Schülern der 4. bis 6. Klassen sollte Lust auf den Besuch gerade dieser Schule gemacht werden.  Leider spielte unser Berliner Wetter nicht so richtig mit: kalt, nieselig, ungemütlich.  Eigentlich mag man da keine Kinder Hunde vor die Tür jagen. Trotzdem waren etliche gekommen, soweit ich es während meines Besuches mitbekommen habe.

Marina war gleich doppelt gefordert. Zum einen probte der Schulchor öffentlich in der Aula zwei neue Stückchen ein, die im Sommerkonzert zur Aufführung kommen werden. Zum anderen wollte sie die Werbung für den Japanisch-Unterricht unterstützen.

Das Töchterlein und ich kamen gerade noch rechtzeitig, um die letzte Viertelstunde des Chorgesanges zu erleben. Chor einmal ganz anders. Der Chorleiter auf der Bühne, die Chormitglieder auf den Stühlen im Saal. Ganz hinten das ehrfürchtig lauschende oder ganz, ganz leise die Aula betretende oder verlassende Publikum. Also, wenn die entertainermäßige Leistung des Dr. Schmidt keine neuen Schüler und vor allem Sängerinnen und Sänger anlockt, dann weiß ich auch nicht. Da kam so viel Begeisterung an der Sache und Spaß beim Singen rüber. Toll.

im Klassenzimmer

im Klassenzimmer (Foto: Marina)

Gemeinsam mit Marina sind wir dann in den Raum für den Japanisch-Unterricht gegangen. Klein, aber fein. Nett gestaltet, mit einem selbstgemalten Bild vom Fujisan und jeder Menge Kirschbaumblüten (Sakura) an der Wand.  Schülerinnen standen für Fragen zur Verfügung.  Plakate gaben Auskunft über Land und Leute. Man konnte sich an Origami ausprobieren oder selbst versuchen, Kanjis zu malen schreiben.

Gleich nach Marinas Ankunft war es bei den Kindern besonders begehrt, sich den eigenen Namen auf Japanisch schreiben zu lassen. Es ist nicht ganz so einfach, Namen wie Boris, Felix oder Roxy zu „übersetzen“.  Aber Marina hatte Spaß daran, den Kleinen eine Freude zu machen. Manche haben sogar versucht, die Schriftzeichen nach zu machen. Papier, Pinsel und Tusche standen dafür bereit.  Und natürlich ist eine japanische Austauschschülerin auch ein gutes Werbemittel. Ich drücke der Schule und der Japanisch-Lehrerin jedenfalls alle Daumen, dass sich wieder genügend Schüler für den außergewöhnlichen Sprachunterricht finden werden.

wie-spannend

Während Marina also fleißig und geduldig Schriftzeichen verteilte, nutzte ich die Gelegenheit noch ein paar Worte mit ihrer Deutsch-Lehrerin über die anstehende Facharbeit zu sprechen. Puh, es gibt eine Fristverlängerung bis nach den Winterferien…

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Eine Antwort zu Tag der offenen Tür

  1. Andrea schreibt:

    Da hatte die Lehrerin wohl ein Einsehen, dass sie der Fristverlängerung zugestimmt hat 😉

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